Zweitausendneun

Der traditionelle Jahresrückblicksfragebogen will auch dieses Jahr wieder ausgefüllt werden (hier die Versionen von 2008 und im 2007 und 2006.

Anzahl Kinobesuche 2009: 40, wenn ich meinen morgigen Avatar-Besuch mitzähle. Ordentlich mehr als in den letzten Jahren, was auch an einigen Festivalbesuchen und ein paar Pressevorführungen lag.

Den hätte ich gerne im Kino gesehen: Zum Beispiel 12 Meter ohne Kopf — kaum gestartet, schon wieder weg. Bei der Masse an Filmstarts leider ein Schicksal, das vielen Filmen widerfährt.

Den hätte ich lieber nicht gesehen: X-Men Origins: Wolverine — so enttäuschend, dass ich bei weiteren Filmen aus dem X-Men-Franchise kaum noch Vorfreude spüren werde.

Quälendste Filmminute: Die Entmannungsszene in Love Exposure war nicht schön, dauerte zum Glück aber keine Minute und wirkt im Bezug zur Gesamtlaufzeit von fast 4 Stunden noch kürzer.

Entzückendste Filmminute: Up — und zwar nicht die überall (zu Recht) so umjubelte Anfangssequenz, sondern die Szene, in der sie später nochmal aufgegriffen wird, als Mr. Fredricksen in dem Scrapbook seiner verstorbenen Frau blättert. Feuchte Augen.

Freudigste Entdeckung: Twitter. Auch in Sachen Film eine Bereicherung im täglichen Info-Overload.

Abspann des Jahres: Fällt mir grade keiner ein, deshalb nehme ich den Vorspann des Jahres: Die Titelsequenz von Watchmen war grandios.

Die DVD-Veröffentlichung des Jahres: Moon von Duncan Jones, der bei uns leider nicht regulär im Kino gelaufen ist.

Leider hierzulande ziemlich untergegangen: Coraline. Schöne Geschichte, herrliche visuelle Ideen, überzeugender Einsatz von 3D, Augenschmaus des Jahres.

Überraschend gut: Star Trek. Popcornfilm des Jahres, was ich so nie und nimmer erwartet hätte.

Völlig überflüssig: All die Sequels. Star Trek zählt nicht richtig als Sequel, würde ich sagen.

Why the fucking Hype? 3D. Soll die Zukunft des Kinos sein, braucht aber eigentlich kein Mensch. Das Ärgerliche für den Zuschauer: Die Technik dient an der Kinokasse als Argument für höhere Eintrittspreise.

Aus dem Film bin ich gegangen: Schon wieder aus keinem.

Aus dem Film hätte ich gehen sollen: G.I. Joe. Was für ein Blödsinn.

Hier hätte ich gerne mitgewirkt: Bei Inglourious Basterds durfte ja fast jeder durchs Bild laufen, der irgendjemand in Babelsberg kennt. Und der Film war prima. Da hätt‘ ich mir auch gerne ’ne SS-Uniform für angezogen.

Knutschen würde ich gerne mit: Zooey Deschanel als Summer in (500) Days of Summer.

Schönster Filmsatz: „Get off my lawn!“ (wunderbar geknurrt von Clint Eastwood in Gran Torino, der für mich einer der besten Filme des Jahres war)

Liebste Filmkritik: Sehr schön fand ich den Verriss von Tannöd, den Richard Oehmann für Telepolis geschrieben hat. Ansonsten allzeit von Herzen empfohlen: Mr. Mark Kermode von der BBC.

Verfilmt werden sollte mal: Weniger. Wenn ich so zurückschaue, welche Filme mir 2009 am besten gefallen haben: Fast alles Originalstoffe, keine Adaptionen (rühmliche Ausnahme: Der Knochenmann). So soll es sein.

Ich fürchte mich vor: Otto’s 11

Ich freue mich auf: A Serious Man von den Coens, Tim Burtons Alice in Wonderland, Terry Gilliams Imaginarium of Doctor Parnassus, Wes Andersons Fantastic Mr Fox, Peter Jacksons The Lovely Bones, An Education, Scott Pilgrim Vs. The World, 9, Cloudy With a Chance of Meatballs. Und ja, sogar auf ein paar Sequels: Iron Man 2, Toy Story 3.

Wer diesen Fragebogen selbst ausfüllen möchte: Nur zu, ich würde mich freuen!

 

6 Gedanken zu „Zweitausendneun

  1. Na da mach ich doch mal mit, auch wenn ich die Liste nicht komplett übernehmen werde.

    Anzahl Kinobesuche: ca. 60. Etwas weniger als 2007/08 (je ca. 75-80), 2006 kam ich glaube das letzte Mal auf weniger als 60 Kinobesuche. Im nächsten Jahr dürften es noch mal (deutlich) weniger werden.

    Den hätte ich gern im Kino gesehen: Avatar. Klappt aber leider nicht.

    Den hätte ich lieber nicht gesehen: Alles, was richtig schlecht war, habe ich kostenlos gesehen. Ich bereue nichts.

    Quälendste Filmminute: Der Ausbruch der Gewalt in Antichrist, inklusive des „Blutspritzers“.

    Entzückendste Filmminute: Ohne groß nachzudenken, nehme ich jetzt einfach mal das, was mir spontan einfällt: Die Szene zwischen Nick & Norah im Tonstudio.

    Freudigste Entdeckung und Abspann/Vorspann des Jahres: Schließe ich mich jetzt einfach mal an, auch wenn ich da von selbst nie drauf gekommen wäre: Twitter und Watchmen.

    Leider untergegangen: Nick & Norah – nur 25 000 Besucher für einen der schönsten Teenie/Liebesfilme der letzten Jahre.

    Überraschend gut: Sieben Leben hat mich tief bewegt, Der Vorleser findet sich gar in meinen Top3 wieder – mit beiden Meinungen stehe ich recht einsam da.

    What the fucking Hype: District 9

    Aus dem Film bin ich gegangen/hätte ich gehen sollen: Bin aus keinem Film gegangen, weil ich das generell nicht mache. Und hätte auch aus keinem gehen sollen, weil ich dann nicht guten Gewissens hätte sagen können, dass der Film Schrott war.

    Knutschen würde ich gerne mit: Schwierig. Vielleicht Alison Lohman aus Drag Me To Hell. Emma Watson würde ich gern über den Kopf streicheln.

    Liebste Filmkritiken Ich habe vor einigen Monaten „At the Movies“ für mich entdeckt und möchte dies einfach mal ganz allgemein nennen.

    Ich freue mich auf: Bad Lieutenant von Werner Herzog und mit Nicolas Cage, Shutter Island von Martin Scorsese, Inception von Chris Nolan und noch mindestens 30 andere Filme mehr.

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