Trailerschau für Filmstarts vom 7.1.

Im Kino sehen:
The Imaginarium of Doctor Parnassus (Das Kabinett des Dr. Parnassus): Der neueste Streich von Terry Gilliam. Was ihm bei den Dreharbeiten zum Verhängnis wurde (der plötzliche Tod von Hauptdarsteller Heath Ledger), hat er auf kreative Weise gelöst (Ledgers Parts werden teilweise ersetzt durch Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell) und dient jetzt in den Medien als Super-Aufhänger für die Berichterstattung, so dass vermutlich auch Gala– und Bunte-Leser von dem Film erfahren dürften. Wobei diese mit Gilliams surreal-überkandidelt gesponnenem Garn vermutlich wenig anfangen können. Ich aber freue mich drauf.

Auf die DVD warten:
Nord: Wenn Filme aus Skandinavien zu uns kommen, sehen sie meistens so aus: Karge Landschaften und überaus sympathisch verkorkste Vögel. So auch hier, in dem selbsternannten „anti-depressiven Off-Road-Movie“. Ein depressiver Alki fährt mit dem Schneemobil durchs winterliche Norwegen, um seinen Sohn zu suchen. Könnte mir gefallen.

Gamer (Gamer – Play or be played): Überstilisierte Action von den Crank-Schöpfern Neveldine/Taylor: Gerald Butler als Häftling, der sich in einem Realität gewordenen Ego-Shooter von einem Jugendlichen am PC fernsteuern lässt. Großartig oder totaler Mist? Die einen sagen so, die anderen so. Interessieren tut’s mich allemal, allerdings frage ich mich, ob man ohne jede Videospielerfahrung Spaß an dem Film haben kann.

Cirque du Freak: The Vampire’s Assistant (Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire): Hurra, die nächste Teenager-Vampir-Filmreihe kommt! Allerdings sieht das hier — zum Glück — eher nach Buffy als nach Twilight aus, mit viel Ironie und John C. Reilly als Vampir. Ist wahrscheinlich weder großes Kino noch große Filmkunst, aber unterhaltsam könnte es durchaus sein.

Vielleicht mal im Fernsehen:
El niño pez (Das Fischkind): Lesbische Coming-of-Age-Geschichte aus Argentinien. Regisseurin Lucia Puenzo hatte zuvor mit XXY recht viel Aufmerksamkeit erregt. Den Kritiken zufolge scheint der Film recht komplex zu sein und den Zuschauer zu fordern. Was ja nichts Schlechtes ist.

13 Semester: Deutsche Komödie, die ein komplettes Studentenleben abbilden möchte und dabei genau so cool sein will wie ein amerikanischer Highschool-Film. Und den Zuschauer garantiert nicht besonders fordert.

Muss nicht sein:
Das Zimmer im Spiegel: Deutsche Low-Budget-Produktion (ohne TV- und Fördergelder) über eine Jüdin, die in der Nazizeit auf einem Dachboden versteckt gehalten wird. Der Film spielt komplett auf diesem Dachboden und ist laut film-dienst ein „surreales, klaustrophobisches Kammerspiel, das sein geringes Budget durch seine einfallsreiche und suggestive Inszenierung wett macht“. Für mich ist das nichts, aber vielleicht für jemand anders.

Joueuse (Die Schachspielerin): Zimmermädchen lässt sich von einem gutsituierten Professor Schachspielen beibringen und wird dadurch zu einem anderen Menschen. Europäisches Feelgood-Drama für etwas ältere Kinogänger, banale Küchentischweisheiten inklusive: „Wenn man ein Risiko eingeht, kann man verlieren. Wenn man kein Risiko eingeht, verliert man auf jeden Fall“, heißt es im Trailer. Ja genau, und nachts ist es kälter als draußen.

Dolpo Tulku – Heimkehr in den Himalaya: Der gefühlt hundertfünfzigste Dokumentarfilm über Tibet und weise buddhistische Mönche. Irgendwann muss da doch mal ein Sättigungseffekt eintreten?

Did you hear about the Morgans? (Haben Sie das von den Morgans gehört?): Die nächste belanglose RomCom, diesmal mit einem knapp vor der Scheidung stehenden Ehepaar (Grimassenschneider Hugh Grant und Sex-and-the-City-Ikone Dingsbums), das in ein Zeugenschutzprogramm kommt und deshalb von der Polizei zu einem gemeinsamen Aufenthalt auf dem Lande genötigt wird. Den Rest kann man sich ja denken.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 7.1.

  1. insbesondere MIT videospiel-erfahrung kann man keineen spaß an dem grauenvollen machwerk „gamer“ haben. nagut… ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man überhaupt auch nur ein fünkchen spaß an diesem machwerk haben kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.