Trailerschau für Filmstarts vom 18.2.

Im Kino sehen:
The Lovely Bones (In meinem Himmel): Peter Jackson ist zurück, bäckt nach den Mega-Blockbustern Lord of the Rings und King Kong wieder kleinere Brötchen und bewegt sich wieder mehr in die Richtung, die er zuletzt mit Heavenly Creatures verfolgte. The Lovely Bones ist eine Romanverfilmung über ein Mädchen, das einem Mord zum Opfer fiel und das sich anschließend aus dem Jenseits ansieht, was ihre Familie, die Ermittler und vor allem der Mörder so treiben. Als Jackson-Fan schau ich mir das auf jeden Fall an, auch wenn die optische Umsetzung der jenseitigen Welt die Kitsch-Alarmglocken schrill klingeln lässt.

Auf die DVD warten:
The Ghost Writer (Der Ghostwriter): Roman Polanski verfilmt einen Roman von Robert Harris: Ewan McGregor spielt einen Autor, der als Ghostwriter die Autobiographie des britischen Ex-Premiers (Pierce Brosnan als Quasi-Tony-Blair) schreiben soll. Allerdings ist er schon der zweite Mann auf diesem Posten, denn der erste wurde ermordet. Der mindestens solide Politthriller bekommt noch eine besondere Note durch Polanskis aktuelle Situation. Auch die beiden Hauptfiguren dieses Films befinden sich die meiste Zeit in einem Ferienhaus, abgeschottet von der Außenwelt.

An Education: England, 1961: Ein braves Mittelschichtsmädchen aus spießiger Familie geht zum Studieren nach Oxford und beginnt dort mit der Möglichkeit zu liebäugeln, ein sehr viel cooleres und mondäneres Leben zu führen. Britischer Film von Lone Scherfig (Italienisch für Anfänger), für den Nick Hornby das Drehbuch geschrieben und der acht BAFTA-Nominierungen eingesammelt hat. Auch sonst kam er bei der Kritik super an: die Tomaten sind zu 95% frisch (allerdings werfen manche dem Film antisemitische Tendenzen vor). Ganz sicher sehenswert, ich warte aber trotzdem auf die DVD, weil in München nirgends die Originalversion läuft.

Invictus (Invictus – Unbezwungen): Morgan Freeman spielt Nelson Mandela, aber zum Glück ist das hier kein episches Freiheitskämpfer-Biopic, sondern konzentriert sich auf eine bestimmte Episode: die Rugby-WM 1995, die das (überwiegend weiße) südafrikanische Team gewann, was wohl einen enormen Effekt für das Land in der damals noch jungen Post-Apartheid-Ära hatte. Biopic, Sportlerdrama, Rugby, klingt alles nicht so wahnsinnig verlockend. Der Regisseur allerdings heißt Clint Eastwood und das ist dann doch wieder ein verdammt gutes Argument.

The Book of Eli: Im neuen Film der Hughes Brothers (From Hell) darf sich Erlösertyp Denzel Washington mit Bösewicht Gary Oldman um ein heiliges Buch streiten. Hat schicke Action und eine wunderschön kaputt aussehende postapokalyptische Zukunftswelt, aber wohl leider kein allzu prickelndes Drehbuch.

Muss nicht sein:
Die Friseuse: Doris Dörrie mit einem Feelgood-Movie über eine dicke Berliner Friseuse, der zeigen soll, dass dicke Menschen keine kläglichen Loser sein müssen. Versucht ein bisschen zu sein wie die Filme von Andreas Dresen, bekommt aber dessen Glaubwürdigkeit nicht hin und macht einen arg klischeelastigen Eindruck.

Rock It!: „Oh, ein Trend“, denkt sich die deutsche Mainstream-Filmindustrie und rennt ihm hinterher. Also gibt es nun auch eine einheimische Ausgabe der hippen Teenie-Musicals à la High School Musical. Charmfreier Trittbrettfahrer-Käse, mit freundlichen Grüßen von der deutschen Filmförderung.

The Ten Commandments (Die Zehn Gebote – Mose und das Geheimnis der steinernen Tafeln): Ach du Scheiße. Mies und hölzern animierte Computertrickfilm-Version vom Auszug aus Ägypten, an dem unter anderem die EKD finanziell beteiligt war und der für Deutschland noch einen extra-bescheuerten Untertitel bekommen hat. Der christliche Erbauungsfilm lief bereits 2007 in den USA, sieht aber tricktechnisch aus, als sei er noch mindestens zehn Jahre älter. Findet nicht mal der katholische film-dienst gut.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 18.2.

  1. The Book of Eli

    Da ich den Film nicht gesehen habe/werde können noch wetten abgeschlossen werden.

    Vermutlich wird Denzel gekreuzigt.

Kommentare sind geschlossen.