Trailerschau für Filmstarts vom 18.3.

Auf die DVD warten:
Green Zone: Man kann nicht Green Zone sagen, ohne Bourne-Trilogie zu sagen, schließlich sind hier Regisseur (Paul Greengrass) und Hauptdarsteller (Matt Damon), die gleichen. Auch die Ästhetik (Stichwort: Wackelkamera) scheint recht ähnlich zu sein. Diesmal basiert die Story jedoch auf Tatsachen: Damon spielt einen Offizier, der im Irak die berühmten WMD (Weapons Of Mass Destruction) finden soll. Nur dass es die eben nicht gab, und Damon anschließend die Hintergründe aufklären will. Das Pendel zwischen ernsthaftem Politthriller und Kriegs-Actionfilm schlägt wohl eher in Richtung des letzteren aus. Roger Ebert vergibt volle 5 4 Sterne und schreibt: „This is one hell of a thriller.“

Vielleicht mal im Fernsehen:
Mensch Kotschie: Leicht tragische Komödie um einen Midlife-kriselnden Aussteiger. Scheint einer der eher gelungenen deutschen Filme zu sein; der Trailer erinnert mich ein bisschen an Schultze Gets The Blues.

DeUsynlige (Troubled Water): Norwegisches Drama um Schuld, Sühne, Vergebung und Vergeltung. Thomas war als Jugendlicher Schuld am Tod eines Kindes und kommt nach einer Haftstrafe als Organist in eine Kirchengemeinde, wo er sich in die Pfarrerin verliebt. Die Mutter des toten Kindes sieht das gar nicht gerne. Mir persönlich ist da zuviel religiöse Symbolik im Spiel, die Kritiker loben jedoch die tollen Schauspieler und die geschickte Inszenierung.

Das ganze Leben liegt vor Dir (Tutta la vita davanti): Junge Frau landet nach dem Philosophiestudium in einem Call-Center. Der italienische Film ist laut Martin Schwickert vom Tagesspiegel „eine wilde Mixtur aus Kapitalismuskritik, burlesker Verwicklungskomödie, schrillen Musical- und Telenovela-Elementen und unaufdringlicher Lebensweisheit“. Könnte Spaß machen.

Muss nicht sein:
Die 4. Revolution – Energy Autonomy: Dokumentation mit Message: Der Energiebedarf der Erde könnte, sagt Carl-A. Fechner, komplett von regenarativen Quellen gedeckt werden. Wir müssten nur wollen. Das Anliegen mag richtig sein, doch letztlich ist das wohl nicht mehr als ein schöner PR-Film für alternative Energie.

Everybody’s Fine: Remake des italienischen Films Stanno tutti bene (Allen geht’s gut) von 1990. In der US-Version spielt Robert de Niro einen Rentner, der nach dem Tod seiner Frau der Reihe nach seine lange vernachlässigten Kinder besucht und sie zu Weihnachten einladen will. Klingt nach schlimmem Familienrührstück, hat aber immerhin einige respektable Schauspieler (Sam Rockwell!) zu bieten. Wenn aber der Film ebenso lieblos zusammengeschustert ist wie das Filmplakat, dann ist das nix.

Tanzträume – Jugendliche tanzen Kontakthof von Pina Bausch: Der Titel klingt wie Satire, isses aber nicht. Hier wird wieder mal das Erfolgsrezept von Rhythm Is It! angewandt: Bringe Kinder zur Hochkultur, filme sie dabei und zeige das Ergebnis dann wieder einem hochkultur-affinen Publikum.

The Tooth Fairy (Zahnfee auf Bewährung): Die „Zahnfee“. Auch so ein Phänomen, das ich nicht verstehe, denn als ich klein war, gab’s das noch nicht. Ist aber mittlerweile wohl von den USA zu uns herübergeschwappt. Und mit ihm diese alberne Familienkomödie, in der Schauspielerdarsteller The Rock einen Eishockeyspieler gibt, der wider Willen als Zahnfee arbeiten muss. Das wirklich Schlimme daran: Stephen Merchant spielt mit! Hat er das wirklich nötig?

Legion: Heißer Anwärter für den Titel der Gurke des Jahres: Ein Endzeit-Horrorfilm mit Engeln! Und Erzengeln! Also quasi wie Dogma, nur in doof und unlustig.

 

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