Trailerschau für Filmstarts vom 15.4.

Ab sofort ohne Filme, die nur in einer Kopie ins Kino kommen (und deshalb in der Regel nur in Berlin zu sehen sind, ehe sie auf eine kleine Programmkino-Tingeltournee gehen).

Vielleicht mal im Fernsehen:
Friedensschlag (DT): Doku über die Work and Box Company, ein Resozialisierungprojekt für jugendliche Straftäter in München, das vor allem auf Boxsport setzt. Gut und wichtig, dass hier die „gewaltbereiten Jugendlichen“ mal aus anderem Blickwinkel gezeigt werden. Als Normalmensch bekommt man ja nicht mit, wie reale sozialpädagogische Arbeit mit derlei Jungs aussieht.

Date Night (Date Night – Gangster für eine Nacht): Der beste weibliche und ein sehr guter männlicher Comedian, beide aus sehr guten und erfolgreichen TV-Serien bekannt, zusammen in einem Film! Tina Fey aus 30 Rock und Steve Carell aus The Office! Hurra! Hurra? Tja, hier sind sie wohl in einem lauen Durchschnitts-Komödchen gelandet. Und in der SZ überlegt Adrian Kreye, „warum so viele brillante Fernsehkomiker in Hollywood in mittelmäßigen Filmen landen“.

Ander: Baskisches Drama um einen Bauern, der weit draußen auf dem Land lebt, sich ein Bein bricht und einen Gehilfen aus Peru einstellen muss, welcher dann die homosexuellen Gefühle in ihm weckt.

Muss nicht sein:
Cop Out (Cop Out – Geladen und entsichert): Ein neuer Film von Kevin Smith, sein erster, den er nicht selbst geschrieben hat. Versucht mit Bruce Willis und Tracey Morgan die uralte Weißer-Cop-schwarzer-Cop-Buddy-Komödie wiederzubeleben, was aber augenscheinlich nicht gut geklappt hat. Flachwitze en masse.

Dorian Gray (Das Bildnis des Dorian Gray): Oscar-Wilde-Verfilmung mit Colin Firth, damit wären die positiven Punte auch bereits aufgezählt. Oliver Parker möchte den Klassiker mit modernen Horrorfilm-Elementen aufpeppen, was wohl nicht gut funktioniert hat, wie man in dieser Spiegel-Kritik von Daniel Sander sehr schön nachlesen kann.

Coco Chanel & Igor Stravinsky: Kürzlich erst gab’s das Coco-Chanel-Biopic, jetzt nochmal was ähnlich gelagertes, das sich allerdings vor allem auf das Verhältnis zu und mit Komponist Stravinsky konzentriert. Regisseur Jan Kounen macht eigentlich recht interessante Filme (39,90, Dobermann), aber das reizt mich mal gar nicht.

Black Forest: Ach, Deutschand, du und der Genre-Film, das will einfach nichts werden. Hier versucht man sich am ausgelutschten Thema „Junge Menschen verbringen Wochenende auf einsamer Hütte, natürlich ohne Handy, es wird dunkel, und dann wird’s gruslig“. In TV-Ästhetik dargebrachtes Plündern in der Horror-Klischeekiste.