Trailerschau für Filmstarts vom 22.4.

Im Kino sehen:
Kick-Ass: Die vielgehypte Verfilmung von Mark Millars Durchschnitts-Teenie-verkleidet-sich-als-Superheld-Comic. Schau ich mir an, weil der Trailer einen sehr spaßigen Pop-Film verspricht und ich sowieso ein Spezialinteresse an Comicverfilmungen habe. Die Comicvorlage hat mich gut unterhalten, allerdings stellt man bei genauerem Hinsehen tatsächlich all die sehr unbehaglichen Untertöne fest, die Björn hier wortreich aufführt. Auch der Film empört viele Kritiker, sei es weil hier ein kleines Mädchen das C-Wort sagt (alberner Vorwurf) oder weil man den Film für gewaltpornographisch halten kann (evtl. berechtigter Vorwurf).

Auf die DVD warten:
Chloe: Erotisches Dreiecksdrama von Atom Egoyan, ein Remake des französischen Films Nathalie, fein besetzt mit Julianne Moore, Amanda Seyfried und Liam Neeson. SpOn schreibt, das sei „ein formvollendeter Fetisch-Thriller und ein grandios böser Frauenfilm.“

Vielleicht mal im Fernsehen:
Min Dît (Min Dît – Die Kinder von Diyarbakir): Kurdischer Film über drei Geschwister, die zu Waisenkindern werden und auf der Straße landen. Lukas Foerster lobt: „Der Film macht aus all dem kein konventionelles Sozial- und erst recht kein Melodrama, auch wenn er sich nicht davor scheut, einige Elemente des ersteren einzusetzen“ und erzählt, dass der Regisseur an der Berliner dffb studiert hat, sein Projekt aber in der Türkei umsetzte, weil es in Deutschland wohl nie realisierbar wäre.

Tamo i ovde (Here & There): New Yorker Musiker geht nach Belgrad, um dort eine Scheinehe mit einer Serbin einzugehen, damit diese in die USA emigrieren kann. Das altbekannte Green-Card-Motiv also. Mit Cindy Lauper (!) und einem Hauptdarsteller, der ein bisschen aussieht wie Felix Schwenzel.

vincent will meer: Drei sympathische junge Menschen mit Psycho-Knacks auf einem Roadmovie-Trip. Aber will man wirklich einen Film sehen, dessen Hauptdarsteller ein Forum gewidmet ist, moderiert von Menschen, die sich Flo74, Minimaus2104, Dini und Naddl nennen?

Muss nicht sein:
Vorsicht Sehnsucht (Les herbes folles): Neuer Film von Frankreichs Regielegende Alain Resnais, 87, von dem ich noch nie einen Film gesehen habe. Hier erzählt er eine Liebesgeschichte, die wohl eher simpel gestrickt aber mit tollen Bildern erzählt ist und die Feuilleton-Schreiber verzückt. Bestimmt eine kostbare Filmkunstperle, wenn man sowas mag.

The Young Victoria (Young Victoria): Britischer Kostümfilm über die jungen Jahre von Queen Victoria, gespielt von Emily Blunt. Romantische Lovestory inklusive. Nix für mich, bekam aber immerhin 75 Tomatenprozent.

Der Tag des Spatzen: „Ein politischer Naturfilm“. Irgendwie soll es hier um Krieg und Bundeswehreinsätze gehen, aber in essayistischer Form. Etwas für Freunde des Speziellen.

 

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