Trailerschau für Filmstarts vom 27.5.

Auf die DVD warten:
Gentlemen Broncos: Vom Regisseur des hierzulande immer noch viel zu unbekannten „Kultfilms“ Napoleon Dynamite, Jared Hess. Der erweitert sein Freak-Universum mit einem Science-Fiction-Fan, der ein Schreibseminar bei einem Bestsellerautor besucht, welcher ihm dann prompt die Romanidee klaut. Angenehm schräg neben der Spur. Stefan Höltgen meint, der Film sei „zauberhaft und man sollte ihn auf keinen Fall verpassen.“ Wird leider schwer, weil er nur in sehr wenigen Kinos läuft.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Crazies (The Crazies – Fürchte Deinen Nächsten): Unter den unzähligen Horrorstreifen der 70er und 80er, die nun von (Ex-) Werbefilmern fürs junge Publikum neu gedreht werden, scheint dieses Remake hier ausnahmsweise eher gelungen zu sein. Ihm wird (nicht von allen, aber von einigen) bescheinigt, ziemlich sehenswert und sogar besser als das Original von George R. Romero zu sein. Die weißgott nicht mehr neue Idee vom Virus, das Infizierte zu kaltblütigen Mördern macht, funktioniert also wohl wieder mal ganz gut. Ein echtes Muss ist der Film aber bestimmt nicht.

HalbZeit – Vom Traum ins Leben: Teil 2 eines Langzeitprojekts, das verschiedene Fußballspieler über mehrere Jahre begleitet. In Die Champions (2003) ging es um junge Talente von Borussia Dortmund. Heute sind sie Mitte 20, einer von ihnen, Florian Kringe, spielt beim BVB in derBundesliga. Für die anderen lief es weniger rund. Wenn die Trilogie mal abgeschlossen ist, hat man bestimmt einen interessanten, realistischen Blick auf die nicht so glamourösen Aspekte des Profifußballs.

Postcard to Daddy: Ein Filmemacher erzählt davon, wie er als Kind vom Vater missbraucht wurde und holt ihn schließlich sogar vor die Kamera. Harter Stoff. Mehr dazu beim KulturSpiegel.

Muss nicht sein:
La Pivellina: Eine italienische Schaustellerfamilie findet zufällig ein kleines Kind, das von seinen Eltern offenbar ausgesetzt wurde. Ich kann ja mit derlei Sozialdramen nicht viel anfangen, aber die Kritik mag den Film.

Versailles: Und hier kann man fast nochmal das gleiche schreiben wie eben, nur dass es hier ein Obdachloser ist, der in der Nähe von Schloss Versailles lebt und sich unverhofft um einen kleinen Jungen kümmern muss.

Die Eroberung der inneren Freiheit (DT): Doku über das Projekt „Sokratische Gespräche“ in einer Berliner JVA. Schwerverbrecher beim Philosophieren. Interessante Idee, aber über 80 Minuten vielleicht doch etwas nervig.

Tandoori Love: Crossover aus Bollywood, Schweizer Heimatfilm und Food porn. Wenn Klischees aufeinanderprallen, kann das schöne Momente produzieren, aber am Ende bleiben’s dann doch Klischees.

Vølvens forbandelse (Timetrip – Der Fluch der Wikinger-Hexe): Familienfreundliche Fantasy aus Dänemark. Brav, bieder und billig, dem Trailer nach zu urteilen.

Sex and the City 2: Auf die erste Staffel folgte die zweite Staffel folgte die dritte folgte die vierte, fünfte, sechste, folgte der Kinofilm. Und weil die Leute immer noch nicht genug haben von dieser filmgewordenen Hochglanzfrauenzeitschrift, folgt nun die Fortsetzung, mit freundlicher Unterstützung der Tourismuszentrale der Vereinigten Arabischen Emirate. Wer Erfolg hat, hat Recht.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 27.5.

  1. Ich bin ja mal gespannt, ob es im Juni auch nur einen Film gibt, den du im Kino sehen möchtest. :D Bei mir ist es seit drei Jahren der erste Monat, in dem ich keinen Film wirklich im Kino sehen möchte.

  2. Ja, der Sommer wird wirklich recht mau, was Kino angeht. Die WM ist wohl nicht der alleinige Grund, dürfte aber starken Anteil daran haben.
    Ein Film, der es vielleicht schaffen könnte, mich im Juni ins Kino zu locken, ist „Splice“. Aber ansonsten ist da nicht viel.

Kommentare sind geschlossen.