Trailerschau für Filmstarts vom 10.6.

Musste letzte Woche wegen Comic-Salon leider nochmal pausieren und bin dieses Mal auch schon wieder spät dran. Aber was solls, diese Woche sind es WM-bedingt zum Glück nur sehr wenige Neustarts.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Cindy liebt mich nicht: Beim ersten Gucken des Trailers konnte ich mich gar nicht auf den Inhalt konzentrieren, weil ich den Song (Daliah Lavis 1971er-Schlager „Willst du mit mir gehn“) aus irgendeinem Grund so toll finde. Der Film ist eine deutsche Dreiecks-Geschichte, die angenehm leicht, aber nicht blöd daherkommt. Zwei Männer, die die gleiche Frau lieben, müssen sich zusammentun, weil eben jene Frau sich plötzlich nicht mehr meldet. Für einen Fernsehabend vielleicht mal das richtige.

Mammoth (Mammut): Familiendrama mit großen Ambitionen: ein scheinbar perfektes Vater-Mutter-Kind-plus-Kindermädchen-Idyll geht kaputt, weil der Vater ungewollt eine Kettenreaktion auslöst, die sich über den halben Erdball entspannt. Das erinnert an Inárritus Babel, aber die Kritiken lesen sich durchweg so, als sei Regisseur Lukas Moodysson an seinem eigenen, zu hohen Anspruch gescheitert. Ein paar Stichworte: „kitschige Verlogenheit“, „plakativ“, „Sozial-Schmonzette“, „Binsenwahrheit“, „überfrachtetes Drehbuch“, „Global-Soap“. Schade eigentlich, denn grundsätzlich sieht der Film sehr interessant aus.

Swinki (Ich, Tomek): Polnisches Drama über die Blitzkarriere des jungen Tomek vom Schulbub über Strichjunge zum Zuhälter. Harter Sozialrealismus, an dem die Rezensenten vor allem den Hauptdarsteller Filip Garbacz loben.

Muss nicht sein:
My Name is Khan: Au weia, hier will jemand ganz viel auf einmal. Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan spielt einen indischen, muslimischen Autisten in den USA, der nach dem 11. September unter Terrorverdacht gerät und nicht nur seine Haut, sondern auch seine große Liebesbeziehung retten muss. Inszeniert mit einer Menge Pathos, und in den deutschen Kinos von knapp drei auf gute zwei Stunden zusammengekürzt. Ganz sicher nichts für mich.

Marcello Marcello: Nostalgische Rom-Com aus Italien, die in Italien spielt, aber aus deutsch-schweizerischer Produktion stammt. Mit der geballtesten Ladung an Südeuropa-Kitsch, die man sich nur vorstellen kann. Das mag vielleicht nicht mal uncharmant sein, kommt im Trailer aber derart kalkuliert und klischeehaft daher (allein schon diese märchenonkelige Off-Stimme!), dass ich kotzen möchte.