Trailerschau für Filmstarts vom 17.6.

Die Fußball-WM läuft, und wir bekommen eine weitere Woche ohne sonderlich relevante oder interessante Neustarts.

Auf die DVD warten:
Five Minutes of Heaven: Liam Neeson spielt einen altgewordenen Protestanten, der im Nordirland-Bürgerkrieg als Teenager einen Katholiken ermordet hat. Nun soll er nach dem Absitzen seiner Haftstrafe den Bruder des Opfers zu einem öffentlichen Aussöhnungsgespräch im Fernsehen treffen. Regie führt der deutsche Regisseur Oliver Hirschbiegel, der mit dem Untergang gleichermaßen Erfolg und Prügel einsammelte. Für diesen Film erfährt er vor allem viel Lob.

Vielleicht mal im Fernsehen:
La Nana (La Nana – Die Perle): Die Titelgebende „Perle“ ist ein altgedientes Hausmädchen in einem reichen chilenischen Haushalt, das sich Laufe der Jahre allerdings vom Engel zum Drachen entwickelt hat. Als die Familie ein zweites Hausmädchen einstellt, wird’s erst recht schwierig. Bestimmt nicht jedermanns Tasse Tee, aber durch sein unverbrauchtes Thema und seine Portion Humor durchaus interessant.

Die Stille der Unschuld – Der Künstler Gottfried Helnwein: Eines der vielen Künstlerporträts, die immer wieder im Kino auftauchen, obwohl sie wohl eher fürs Fernsehen geschaffen sind.

Muss nicht sein:
Amelia: Pathosgeladenes Biopic über die Fliegerlegende Amelia Earheart. Startet in Deutschland trotz relativ bekannter Namen (Regie: Mira Nair, Hauptrollen: Hilary Swank, Richard Gere, Ewan McGregor) nur auf sehr kleiner Flamme (sieben Kopien). Mit einem Tomatometer-Ranking von 20% wird das wohl genau richtig sein.

When in Rome (When in Rome – Fünf Männer sind vier zuviel): Schön, dass Kristen Bell nach ihrem Serienruhm mit Veronica Mars jetzt Kinohauptrollen bekommt. Nicht schön, dass es in einer gehirnfreien RomCom geschieht, die sich von den umpfzigtausend anderen RomComs vor allem dadurch unterscheidet, dass sie in Rom (Ha! ROM-Com! Get the pun?) spielt und dem Zuschauer damit auch noch die volle Ladung Rom- und Italien-Klischees ins Gesicht wirft. Grazie, no.

Hanni & Nanni: Ach du Scheiße. Das Grauen in Rosa. Hat alles, was am kommerziellen deutschen Kinderkino hassenswert ist. Inklusive Gaststars aus der Glotze (Pocher) und anerkannte Schauspieler, die meinen, wenn Sie für Kinder spielen, müssen sie hemmungsloses Overacting betreiben (von Borsody, Elsner).