Trailerschau für Filmstarts vom 24.6.

Das gab es lange nicht: Nur zwei Filme in dieser Woche, die mit mehr als einer Kopie in den deutschen Kinos anlaufen. Es bleibt also ruhig in den Lichtspielhäusern — nicht jedoch in München, wo morgen das Filmfest beginnt. Leider bin ich berufsbedingt die ganze nächste Woche auswärts, so dass das Festival für mich komplett ausfallen muss (und zur Vermeidung größeren Frusts habe ich auch gleich auf die Lektüre des Programmhefts verzichtet). Die regulären Filmstarts dieser Woche:

Auf die DVD warten:
Easy Virtue (Easy Virtue – Eine unmoralische Ehefrau): Engländer heiratet junge, wilde Amerikanerin und stellt sie anschließend seiner traditionell geprägten Familie vor. Harmlose Familenkomödie, lustiger Culture-Clash, nichts neues. (Basiert übrigens auf einem Bühnenstück von Noël Coward, das schonmal als Stummfilm von Alfred Hitchcock inszeniert wurde). Gewinnt aber erheblichen Charme durch Britishness, feine Besetzung (Colin Firth, Kristin Scott Thomas) und die Tatsache, dass das ganze in den 20er Jahren spielt. Könnte ein sehr hübscher Sonntagnachmittagsfilm sein.

Muss nicht sein:
Altiplano: Jasmin Tabatabai als traumatisierte Witwe, die in den Anden den Eingeborenen beim Widerstandleisten gegen fiese Industrielle hilft. Deutsche Produktion, in Peru gedreht, etwas für Leute, die sich von solchen Texten angesprochen fühlen: „Altiplano ist ein lyrischer und eindrucksvoller Film wie aus einer anderen Sphäre, der bildgewaltig die einzigartige Atmosphäre und Kraft der peruanischen Hochebene einfängt.“ Ist vermutlich sogar noch schlimmer als diese Selbstauskunft klingt. Ekkehard Knörer schreibt im Perlentaucher von einem Film mit zwei Seiten: „Brutales Message-Kino zum einen, brutaler Spiritualismus zum anderen.“

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 24.6.

  1. Die DVD zu „Easy Virtue“ gibt’s übrigens schon lange (bei gewissen britischen DVD-Versendern auch zum Preis einer Kinokarte), weil der Film bereits von 2008 ist. Ohne zuviel zu verraten: Das mit dem „erheblichen Charme“ ist sehr zutreffend. Ebenso das mit dem „nichts neues“ und das mit dem „hübscher Sonntagnachmittagsfilm“.

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