Trailerschau für Filmstarts vom 8.7.

Im Kino sehen:
Please Give: Vor wenigen Stunden hörte ich eine nicht mehr ganz frische Ausgabe des Podcasts von Mark Kermode, in der Please Give als „Film of the week“ empfohlen wurde. Bis dahin hatte ich noch nullkommagarnix davon gehört, und nun stelle ich überrascht fest, dass er auch bei uns läuft. Gut so! Denn ich habe das Gefühl, das könnte mir gefallen: eine smarte Komödie mit Catherine Keener als Großstadtneurotikerin, die wohlhabenden Lifestyle mit einem guten Gewissen vereinbaren möchte. Also ein bisschen die Kinoversion von Dr. Dr. Rainer Erlingers Moralkolumne im SZ-Magazin.

The Invention of Lying (Lügen macht erfinderisch): Als dieser Film erstmals angekündigt wurde, habe ich mich irrsinnig drauf gefreut: der erste „richtige“ Kinofilm meines Lieblings-Comedy-Typen Ricky Gervais (Regie, Buch, Hauptrolle)! In einer Welt, die die Lüge nicht kennt, kommt Gervais per Zufall drauf, wie man die Unwahrheit sagt und macht damit Karriere (Eine einfache Grundidee, die der Erfinder des deutschen Verleihtitels leider ganz und gar nicht verstanden hat). Der Trailer sieht dann aber doch mehr nach einer recht braven Mainstream-Komödie aus, und das Kritiker-Echo ist auch eher durchwachsen. Aber Fan bleibt Fan, also werde ich wohl versuchen, den Film im Kino zu sehen.

Auf die DVD warten:
Mr. Nobody: Hochinteressant sieht das aus, wenn auch vielleicht etwas überambitioniert: Mr. Nobody ist der letzte sterbliche Mensch in einer Zukunft, in der die Menschen nicht mehr sterben müssen. Am Ende seines Lebens erinnert er sich an sein Leben zurück, besser gesagt an drei potentielle Varianten seines Lebens, die unterschiedlich verlaufen, je nachdem für welches Mädchen er sich entscheidet.

Predators: Ich habe Predator nicht in dem Alter gesehen, in dem man ihn sehen sollte, um nachhaltig begeistert zu sein, sondern viel viel später. Daher konnte ich auch nicht die immense Vorfreude auf dieses Sequel teilen (Oder ist es ein Reboot? Oder gar ein Remake?), die im Internet herrschte. Nun sind sie also zurück, die Killer-Aliens mit Rastalocken, und statt Arnold Schwarzenegger muss Adrien Brody mit ihnen fertig werden. Für einen netten Filmabend ohne Anspruch könnte es trotzdem reichen: das Tomatometer zeigt im Moment immerhin 67% an.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Herbstgold: Sehr alte Menschen, die Sport treiben. Wettkampfsport, mit allem gebotenen Ernst. Dürfte einige sehr liebenswerte Momente enthalten. Auf jeden Fall vormerken, wenn der mal in der Glotze läuft.

Bergfest: Deutsches Kammerspiel um einen Vater-Sohn-Konflikt, ohne Fördergelder finanziert. Auf einer Berghütte wird ein junger Mann, der dort mit seiner Freundin Winterurlaub machen will, von seinem Vater überrascht, zu dem er acht Jahre lang keinen Kontakt hatte. Die Rezensenten loben vor allem die Schauspieler.

Muss nicht sein:
Voodoo – Die Kraft des Heilens: Über den Voodoo-Kult herrschen eine Menge Missverständnisse, und wenn eine Doku wie diese dazu beitragen kann, sie abzubauen, ist sie schonmal für was gut. Ich persönlich würde mir das aber lieber von jemand anderem erklären lassen als von einem „deutschen Ethnologen und Fotografen“.

Mahler auf der Couch: Clash of the Titans: Gustav Mahler lässt sich von Sigmund Freud therapieren. Biopic (das sich wohl recht viele erzählerische Freiheiten nimmt) für Herrn und Frau Bildungsbürger.

Pornography: A Thriller (Pornography: Ein Thriller): Low-Budget-Thriller, in dem es um mögliche Snuff-Filme und einen verschwundenen schwulen Pornodarsteller geht. Braucht vermutlich kein Mensch.

 

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