Trailerschau für Filmstarts vom 22.7.

Im Kino sehen:
Micmacs à tire-larigot (Micmacs – Uns gehört Paris!): Auch wenn es mittlerweile schick geworden ist, Amélie ganz furchtbar zu finden: Ich mag Jean-Pierre Jeunet und freue mich auf seinen neuen Film, der wieder sehr typisch Jeunet-mäßig aussieht. Eine Handvoll sonderbegabter Freaks nimmt es mit der Waffenindustrie auf. Sieht nach tollem Augenfutter und einem sehr vergnüglichen Film aus.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Akadimia Platonos (Kleine Wunder in Athen): Sehr lakonische Familienkomödie aus Griechenland, die von ihren schrullig-verschrobenen Typen lebt. Und mit sowas kriegt man mich meistens.

Köprüdekiler (Men on the Bridge): Semidokumentarisches Drama über das Leben dreier Männer, deren Arbeit sich auf der Bosporusbrücke in Istanbul abspielt: ein Polizit, ein Taxifahrer, ein Rosenverkäufer. Dargestellt von Laienschauspielern. Vermutlich sehenswertes türkisches Gesellschaftsporträt.

Muss nicht sein:
The Karate Kid (Karate Kid): Remake des 80er-Teenie-Erfolgs, der diesmal eigentlich „Kung Fu Kind“ heißen müsste, denn Karate wird hier gar nicht betrieben und der Kampfsportzögling ist noch nicht mal ein Teenager: Will Smiths Sprössling Jaden war beim Dreh grade mal 11. Als Meister der martialischen Kunst ist hier Jackie Chan am Start. Weit oben auf der Überflüssigkeits-Skala.

Knight and Day: Leichtverdauliche Popcorn-Action, wohin die Jungmänner auch ihre Freundinnen mitnehmen können, weil auch ein bisschen RomCom beigemischt wurde. Die Handlung ist hier völlig piepegal, was zählt ist die Starpower von Tom Cruise und Cameron Diaz. Löblich ist ja immerhin, dass hier mal ein Sommer-Blockbuster kommt, der kein Remake, Sequel, Comic- oder Videospielverfilmung ist. Wenn man dann aber liest, dass der Film mehrmals umbenannt, am Skript seit Jahren x-fach herumgeschraubt und mehrfach Besetzung und Regisseur ausgetauscht wurden, dann hat man die Hoffnung auf einen gelungenen Film schon wieder aufgegeben.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 22.7.

  1. Wenn’s danach ginge, wäre das originale Karate-Kid auch kein Teenie-Movie, denn Ralph Macchio war zum Zeitpunkt des Drehs bereits 23 Jahre alt.

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