Trailerschau für Filmstarts vom 12.8.

Auf die DVD warten:
Samâ wôzu (Summer Wars): Es ist schon was Besonderes, wenn mal wieder ein Anime einen regulären Kinostart in Deutschland bekommt, und der neue Film von Mamoru Hosoda (Das Mädchen, das durch die Zeit sprang) sieht nicht nur visuell hochinteressant aus. Es geht um eine virtuelle Welt und um das Verhältnis dieser zur realen Welt. Mehr im lesenswerten Review von Ekkehard Knörer. Startet leider nur in den Filmmetropolen Berlin, Leipzig und Münster. In München wird der Film leider genau dann gespielt, wenn parallel das Fantasy Filmfest Zeit und Budget frisst. Schade.

Unmade Beds (London Nights): Junge Menschen auf Sinn- und Liebessuche in London, in einer Mischung aus Wong Kar-Wai und Mumblecore. Oder, wie Michael Kohler in der Frankfurter Rundschau schreibt: „Wunderbar poetisch oder eher grandios bescheuert? Die Antwort liegt irgendwo dazwischen.“

Vielleicht mal im Fernsehen:
Until the Light Takes Us: Doku über die norwegische Black-Metal-Szene, die in den Neunzigern mit brennenden Kirchen und anderen Übeltaten für Aufsehen sorgte. Diese werden im Film thematisiert, insgesamt geht es aber wohl mehr darum, gegen das Klischee von den bösen Satanisten-Buben anzukämpfen. Würde ich gerne mal im Fernsehen sehen. Im Kino läuft der Film erstmal nur in Berlin und Düsseldorf.

8th Wonderland (8. Wonderland): Web-Aktivisten gründen einen virtuellen Staat im Internet, der auch die reale Welt beeinflussen soll. Filmexperiment aus Frankreich mit interessanten Ansätzen, das aber wohl nicht so recht geglückt ist, wenn man den Rezensionen glaubt.

Muss nicht sein:
Mademoiselle Chambon: Sehr ruhige und zurückhaltende Liebesgeschichte aus Frankreich, in der es (mal wieder) um die Zuneigung eines einfachen Handwerkers zu einer intellektuellen Künstlerin geht. Nicht meine Geschmacksrichtung, aber die Kritiker mögen den Film.

The A-Team (Das A-Team – Der Film): Ich gestehe: Ich habe nie eine Folge der TV-Serie gesehen und auch nicht das Gefühl, da was verpasst zu haben. Insofern zähle ich mich auch nicht zur Zielgruppe, die zu gleichen Teilen aus Action-süchtigen Teenagern und aus nostalgischen 80er-Jahre-Jugendlichen bestehen dürfte. Für diese Zielgruppenangehörigen könnte das durchaus ein spaßiges Sommerfilmchen sein.

Cats & Dogs: The Revenge of Kitty Galore (Cats & Dogs – Die Rache der Kitty Kahlohr): Späte Fortsetzung (Teil 1 lief 2001), angesichts der Zielgruppe wohl für ein komplett neues Publikum und diesmal natürlich auch in 3D. Sprechende Tiere in einer sinnlosen Action-Comedy mit platten Referenzen an James-Bond- und andere Filme.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 12.8.

  1. Hab mir gestern im Monopol Summer Wars angeschaut. Es war mein erster Anime-Film und ich hab so meine Schwierigkeiten mit dem asiatischen Kino. Aber Summer Wars ist ein sehr guter Film, spannend von der ersten bis zur letzten Minute und sehr schön gezeichnet. Musste auch das ein oder andere Mal schmunzeln. Eine insgesamt runde Geschichte. Werde mir bei Gelegenheit auch mal Digimon und Das Mädchen, das durch die Zeit sprang zu Gemüte führen.

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