Trailerschau für Filmstarts vom 19.8.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Allt flyter (Männer im Wasser): Das Full Monty-Prinzip, hier in einer schwedischen Variante: Midlife-Crisis-geplagte Männer gründen eine Synchronschwimm-Gruppe und treten bei einer Meisterschaft an. Vor zehn oder 15 Jahren hätte das sicher origineller gewirkt, heute reicht’s vielleicht noch für „ganz nett“. Absoluter Pluspunkt: Die Musik kommt von meiner schwedischen Lieblingsband The Soundtrack of our Lives.

Das letzte Schweigen: Gut besetzter deutscher Krimi, der mit etwas Glück oberes Tatort-Niveau erreichen könnte, der aber laut Robert Zimmermann (critic.de) allzu viel Wert auf gewichtige Ästhetik legt.

Muss nicht sein:
Distanz: Ein verschlossener Gärtner (Ken Duken) mit Neigung zu Gewaltausbrüchen bis hin zum Mord. Und eine Frau, die sich in ihn verliebt, auch wenn man nicht versteht, wieso. Ekkehard Knörer lobt, dass der Film „fernsehtypische Sofortpsychologie verweigert“, bemängelt aber, dass der Film überhaupt nicht versucht, seine Hauptfigur zu erklären: „Unbeteiligt sieht die Nähe behauptende Kamera dabei zu. Der Zuschauer tut es auch und zuckt mit den Schultern.“

Bébés (Babys): Neugeborene sind wahnsinnig niedlich, egal aus welchem Teil der Welt sie stammen. Das weiß man auch, ohne diese Doku zu sehen, die ein bisschen One-World-Folklore mit Cute Overload vermischt. Dann doch lieber Katzenbilder im Internet gucken.

Salt: Angelina Jolie zum wiederholten Male als Action-Heldin — hier soll sie eine Art weibliche Version von James Bond geben, bei der es Wirren um ihre Identität (CIA? KGB?) gibt. Und August Diehl spielt einen deutschen Spinnenforscher , der mit Jolie verheiratet ist. Klingt ganz schön bescheuert wenn ich das hier so hinschreibe.

The Last Airbender (Die Legende von Aang): Der neue Film von M. Night Shyalaman, der erstmals gar kein „richtiger“ Shyalaman ist, weil er nicht auf einer eigenen Story basiert, sondern auf einer Nickelodeon-Zeichentrickserie namens Avatar. Der Film darf aber nicht so heißen, weil James Cameron schneller war. M. Night inszeniert also einen kindgerechten Action-Fantasy-Film in fucking 3D und bekommt als Ergebnis einen noch schlimmeren Shitstorm um die Ohren als bei seinen letzten Filmen: Miese Kritiken und Rassismusvorwürfe.

Letters to Juliet (Briefe an Julia): US-Schnulze um eine junge Frau, die einen alten Liebesbrief findet und ein Traumpaar zusammenbringt, das sich seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Mit Vanessa Redgrave, aber auch mit jeder Menge Kitsch, unzähligen Postkartenbildern aus der Toskana und schlimmer Musik.

 

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