Trailerschau für Filmstarts vom 2.9.

Eine äußerst schwache Woche. Seht lieber zu, dass ihr Mary & Max noch im Kino erwischt.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Get Him to the Greek (Männertrip): Russell Brand ist vor allem in England und inzwischen auch in den USA ein sehr bekannter Comedian mit Hang zu Geschmacklosigkeiten. Hier kennen ihn vor allem Yellow-Press-Leserinnen als Verlobten von Katy Perry. Im Film Forgetting Sarah Marshall (Nie wieder Sex mit der Ex) hatte er einen Auftritt als Rockmusiker, der wohl so gut ankam, dass es jetzt ein Spin-Off mit dieser Figur als Hauptperson gibt. Ein Plattenfirmen-Angestellter muss den dekadenten Rockstar aus Europa in die USA zerren, damit er dort pünktlich ein Jubiläumskonzert geben kann. Der Trailer ist laut, pubertär, albern und zotig, aber Roger Ebert und andere Kritiker sehen auch einen sanften Kern unter der rauhen Oberfläche:

There are really two movies here. One is a gross-out comedy that grows lyrical in its exuberant offensive language, its drug excesses, its partying, its animal behavior. The other movie, which comes into focus, so to speak, in the last half, is surprisingly sweet, and shows that Aldous and Aaron arrive at a friendship that has been tempered in the forge of their misbehavior.

Going the Distance (Verrückt nach Dir): RomCom mit Drew Barrymore, die gar nicht mal sooo übel aussieht, nämlich weniger plastikhaft und ein bisschen „echter“ als üblich. Kommt trotzdem nur auf 40% auf dem Tomatometer.

Muss nicht sein:
The Sorcerer’s Apprentice (Duell der Magier): Dass hinter diesem Zauberlehrling-Update fürs 21. Jahrhundert das Team steckt, das auch die National Treasure-Filme gemacht hat (also Disney, Produzent Bruckheimer, Regisseur Turteltaub und Hauptdarsteller Cage), klingt wie eine Drohung. Dass der Trailer außer einem Übermaß an digitalen Effekten und Nonstop-Action wenig zu bieten hat, macht’s nicht besser. Immerhin gibt es Alfred Molina als Bösewicht.

Na putu (Zwischen uns das Paradies): Ein bosnisches Paar gerät in die Krise, als der Ehemann sich dem radikalen Islam zuwendet. Europäisches Politkino, wie man es von der Berlinale kennt, wo der Film auch lief. Dort gab es überwiegend Lob, aber auch Kritik wie die von Lukas Foerster (Perlentaucher): Der sah einen „im falschesten Sinn einfachen Film“, der „nicht das geringste Risiko eingeht“.

Daniel Schmid – Le chat qui pense: Doku über den Schweizer Filmemacher, von dem ich zugeben muss, dass ich seinen Namen noch nie gehört habe.

Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall: Jane Goodall, Schimpansenforscherin, Umweltaktivistin, und nun auch Heldin einer deutschen Doku, deren Anliegen sicher gut und wichtig und richtig ist. Wenn das aber so aufdringlich predigerhaft rüberkommt und die Protagonistin als Quersumme aus Mandela, Ghandi und Bono inszeniert wird, dann bin ich raus.

Achja, und dann gibt’s noch eine „Special Edition“ von Camerons Avatar in den 3D-Kinos der Republik. Mit 8 zusätzlichen Minuten. Ich fürchte, auch das wird sein Publikum finden.

 

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