Trailerschau für Filmstarts vom 16.9.

Im Kino sehen:
Gake no ue no Ponyo (Ponyo – Das große Abenteuer am Meer): Wahnsinn, kaum wartet man 113 Wochen, schon ist der neue Film von Hayao Miyazaki auch in deutschen Kinos zu sehen! Die Filme des Ghibli-Meisters lohnen sich natürlich immer, mir persönlich hat Ponyo jedoch nicht ganz so gut gefallen wie z.B. Prinzessin Mononoke oder Mein Nachbar Totoro. Das liegt teilweise vermutlich daran, dass Miyazaki hier stärker als bei anderen Filmen ganz bewusst auf ein sehr junges Publikum (sagen wir mal: im Grundschulalter) zielt. Zum anderen liegt es sicher auch an der Form, in der ich den Film gesehen habe: ziemlich müde, ganz am Ende eines langen Festivals (ITFS Stuttgart), in einer unfertigen Vorab-Synchronisation, wie man sie sonst nur aus dem finanzschwachen Ausland kennt (eine einzige Sprecherin sprach alle Rollen mit verstellten Stimmen, darunter war leise der Originalton zu hören). Trotzdem eine dringende Empfehlung für alle, die fantasiereiches Erzählkino schätzen. Es geht um einen kleinen Fisch, der gerne ein Mensch werden möchte und basiert lose auf Motiven der Kleinen Meerjungfrau. Hier ist der Abspann mit der unglaublichen Ohrwurm-Titelmelodie, die ihr nie wieder loswerden werdet:

Vielleicht mal im Fernsehen:
Mammuth: Roadmovie mit Gérard Depardieu als hübsch heruntergekommener Rentner, der auf seinem Motorrad (die titelgebende Mammuth) durch Frankreich düst, um Belege für seine Rente einzusammeln. Soll mit reichlich skurrilem Humor ausgestattet sein, sowas mag ich in der Regel.

The American: Nach Control der zweite Kinofilm von Fotograf Anton Corbijn, diesmal mit George Clooney als Auftragskiller, der in Italien seinen letzten Job vorbereitet. Das sieht sehr ästhetisch und ansehnlich aus, aber nicht so wahnsinnig interessant.

Groupies bleiben nicht zum Frühstück: Deutsche Produktion für ein Teeniepublikum. Mädchen kommt mit Rockstar zusammen, für den alle Mädchen schwärmen. Sieht gar nicht mal so daneben aus, wie ich gedacht hätte, und die weibliche Hauptrolle spielt immerhin die wundervolle Anna Fischer.

Diary of a Wimpy Kid (Gregs Tagebuch – Von Idioten umzingelt!): Basiert auf der (vor allem in den USA) überaus erfolgreichen Buchreihe von Jeff Kinney, einem sehr charmanten Mix aus Comic und Kinderbuch. Vielleicht sowas ähnliches wie das, was in meiner Generation das Tagebuch des Adrian Mole war. In der Filmversion scheint dieser Charme nur an den Stellen durchzuscheinen, die als Trickfilmsequenzen im Stil von Kinneys Zeichnungen gestaltet sind.

Muss nicht sein:
Resident Evil: Afterlife: Kenne die ersten drei Teile nicht, habe auch auf einen vierten nicht gewartet. Und schon gar nicht in fuckin‘ 3D.