Trailerschau für Filmstarts vom 7.10.

Im Kino sehen:
The Road: Viggo Mortensen in einem postapokalyptischen Drama nach einem Roman von Cormack McCarthy. Keine Zombies, keine Monster, stattdessen düstere Bildgewalt und ein Soundtrack von Nick Cave. Dürfte sich lohnen.

Auf die DVD warten:
The Social Network: Von David Finchers Facebook-Film sollte mittlerweile eigentlich jeder gehört haben, denn der wurde von den Tagesthemen bis zum kleinsten Wochenblättchen wirklich überall gefeatured. Als New-Economy-Senkrechtstarter-Geschichte auf jeden Fall sehr interessant, nicht zuletzt wegen des Regisseurs und wegen Drehbuchautor Aaron Sorkin (West Wing). Als einer von circa 58 Nicht-Facebook-Usern dieses Planeten fehlt mir aber dann doch der letzte Funken Motivation zum Kinobesuch.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Im Schatten: Krimi mit den Mitteln der Berliner Schule. Könnte sehenswert sein.

Was bleibt sind wir: Doku über den Zeitenwandel im Ruhrgebiet, die im Kino wohl auch nur dort zu sehen ist. Im Fernsehen könnte das durchaus was sein, denn der Trailer überzeugt mit einer interessanten Mischung und guten Bildern.

Schattenzeit: Doku über schwer Depressive in einer psychiatrischen Klinik in Berlin.

Muss nicht sein:
Charlie St. Cloud (Wie durch ein Wunder): Teeniestar Zac Efron in einem Drama mit sehr hoher Schmalzgefahr: Sein kleiner Bruder ist gestorben, besucht ihn aber weiterhin regelmäßig als Geist. Natürlich gibt’s auch noch eine Liebesgeschichte dazu. Auf dem Tomatometer reichte das für 28%.

Konferenz der Tiere: Nun will auch der deutsche Film zeigen, dass er in Sachen digitaler Animationsfilm in 3D international mithalten kann. Optisch sieht das in der Tat nicht schlecht aus, doch inhaltlich ist von Kästners Vorlage wohl nicht allzu viel übriggeblieben. Stattdessen riecht das eher verdächtig nach einem Ice-Age-Ripoff, in dem man die Eiszeit durch eine große Dürre ersetzt und ganz viel mit dem Öko-Zeigefinger drin herumgerührt hat. Egal, ein Kassenerfolg wird das mit Sicherheit.

Das Ende ist mein Anfang: Wellness-Kino mit rauschebärtigem Bruno Ganz, leicht verdauliche, spiritistisch angehauchte Nachdenklichkeiten mit schönen Postkartenbildern. Wer’s mag.

Max Schmeling: Henry Maske, der mal so gar nicht schauspielern kann, spielt Max Schmeling unter der Regie von Uwe Boll. Ein Kleinod für Freunde des unfreiwilligen Humors. Aber auch nur für die. Ansonsten scharfe Konkurrenz für den Bushido-Film in der Kategorie „Peinlichkeit des Jahres“.

Oscar et la dame rose (Oskar und die Dame in Rosa): Schwerer Würgreiz schon beim Trailer-Gucken: Grenzenlos kitschiges Rührstück über ein krebskrankes Kind und seine Beziehung zu einer Pizzabäckerin, das so angestrengt herzerwärmend sein möchte, dass es wehtut.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 7.10.

  1. „Konferenz der Tiere“ wirkt auf mich öd. Ein Ami-Computeranimation-Abklatsch, aber schon der Trailer wirkt irgendwie lahm. Muss wirklich nicht sein.
    Bei „Oscar et la dame rose“ muss ich Dir widersprechen: Das sieht für mich nicht schlecht aus: Da scheint sich wieder mal einer auf das Bild als wesentliches cinéastisches Erzählmittel zu besinnen. Auf diesen Film bin ich gespannt…

  2. Dürfte sich lohnen.

    Dürfte nicht nur, lohnt sich tatsächlich. Über das Ende kann man wohl geteilter Meinung sein, ansonsten ist „The Road“ der in meinen Augen perfekte Endzeitfilm.

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