Trailerschau für Filmstarts vom 28.10..

Im Kino sehen:
Red (R.E.D. – Älter, härter, besser): Die CIA kämpft gegen ihre eigenen Ex-Agenten, die inzwischen in Rente sind, aber zuviel wissen. Mit Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich und -Achtung!- Helen Mirren sehr fein besetzt, dürfte das hier die etwas intelligentere Variante der Expendables sein, vor allem weil hier die so dringend benötigte ironische Distanz und jede Menge Augenzwinkern enthalten sind, die in Stallones Action-Rentner-Treffen schmerzlich gefehlt hat.

Auf die DVD warten:
Wir sind die Nacht: Deutscher Vampirfilm von Dennis Gansel, in dem die Blutsauger jung, weiblich, sexy und hedonistisch sind, alles sehr slick und stylish gemacht. Sieht doch ziemlich reizvoll aus, auch wenn der Film am Ende vielleicht doch eher doof ist.

El secreto de sus ojos (In ihren Augen): Der Gewinner des diesjährigen Auslandsoscars aus Argentinien. Der Trailer sieht unspektakulär aus, die Kritiker sind jedoch sehr angetan.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Jackass 3D: Die wilden Kerle toben sich jetzt auch dreidimensional aus, ansonsten kriegt die Zielgruppe hier wieder genau das, was sie erwartet: bescheuerte Stunts ohne Ende.

Muss nicht sein:
sounds and silence: Doku über das Plattenlabel ECM, das bei Menschen, die was von zeitgenössischem Jazz und/oder zeitgenössischer Klassik verstehen, offenbar Kultstatus genießt. Für Banausen wie mich also eher nix.

Io sono l’amore (I Am Love): Tilda Swinton als russischstämmige Italienerin in Mailand. Viel Adel, viel Prunk, viel Kunstgewerbe. Für mich ist das jedenfalls nichts.

Takers: Matt Dillon kämpft gegen eine Gang von Profi-Bankräubern. Actionlastiger Krimi, der sehr nach unoriginellem B-Film aussieht. Rotten Tomatoes meint das auch: „two-dimensional characters, clichéd script, and brazenly derivative plot“.

Der große Kater: Bruno Ganz als Schweizer Bundespräsident, bei dem gerade alles den Bach runter zu gehen droht. Bleibt laut film-dienst irgendwo zwischen Politthriller und satirischem Lehrstück hängen und litt auch an erheblichen Produktionsquerelen.

Sammy’s Avonturen: De Geheime Doorgang (Sammys Abenteuer): Animationsfilm fürs eher junge bis sehr junge Publikum. Man muss ja immer sehr skeptisch werden, wenn ein Verleih die Prominenz der Synchronsprecher (hier: Matthias Schweighöfer und Lena Meyer-Landrut) um ein vielfaches lauter betont als die Qualitäten des Films, und genau das ist hier der Fall.

Just Wright: Eine „romantische Sportkomödie“ mit Queen Latifah als Krankengymnastin, die sich in einen NBA-Star verliebt. Läuft im wenig Basketball-affinen Deutschland nur in wenigen Städten, das ist aber vermutlich nicht weiter schlimm.

Am Anfang war das Licht: Das sogenannte „Lichtfasten“ ist für mich ein esoterischer Schmarrn. Der Film nähert sich dem Thema zwar (auch) skeptisch, trotzdem will ich sowas nicht sehen. Und schon gar nicht im Kino.