Trailerschau für Filmstarts vom 25.11.

Auf die DVD warten:
Cyrus (Cyrus – Meine Freundin, ihr Sohn und ich): Er ist geschieden und verliebt sich neu, alles könnte toll sein, wenn da nicht ihr Sohn Cyrus wäre. Das Regie- und Autorenduo Jay und Mark Duplass kommt aus der Mumblecore-Szene und versucht den Indie-Spirit dieser Filme in den starbesetzten Komödienmainstream zu transportieren. Das scheint ganz gut gelungen zu sein und hat mit John C. Reilly und Marisa Tomei zwei echte Sympathen als Hauptdarsteller. Der deutsche Untertitel geht natürlich mal wieder gar nicht.

Yi yè Tài bei (Au Revoir Taipeh): Taiwanischer Mix aus Romanze und Gaunerkomödie, der sehr charmant daherkommt und auf der Berlinale ein Publikumsliebling war.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Good Heart (Ein gutes Herz): Der Isländer Dagur Kári (Nói albínói) drehte diesen Film in New York mit englischsprachigen Schauspielern (u.a. Paul Dano, der Pfarrer aus There Will Be Blood). Ein junger Selbstmörder wird von einem alten Stinkstiefel als Nachfolger für seine Siffkneipe herangezogen. Die Story sieht arg klischeelastig aus (natürlich kommt eine junge Frau ins Spiel, und am Ende wird bestimmt das harte Herz des alten Misanthropen erweicht), dürfte aber von der skandinavischen Lakonie ihres Autors und Regisseurs profitieren.

Fair Game: Kein Remake dieses Films, sondern Sean Penn und Naomi Watts in einer „wahren Geschichte“, nämlich der Plame-Affäre, verfilmt als klassischer Polit-Thriller von Doug Liman (Mr & Mrs Smith, The Bourne Identity). Sieht ordentlich aus, reizt mich aber aus irgendeinem Grund überhaupt nicht.

Bödälä – Dance the Rhythm: Tanz-Doku aus der Schweiz, die eine Verbindungslinie zwischen verschiedenen Formen des Steptanz zieht, darunter die schweizerischen „Gäuerle“ und „Bödälä“.

Villa Amalia: Der Trailer ist mal wieder, wie so oft bei europäischen Arthouse-Filmen, völlig nichtssagend, also muss man die Inhaltsangabe bemühen: Eine Frau klinkt sich sich langsam aus ihrem alltäglichen Leben aus, um ein anderes zu beginnen. Thomas Groh schwärmt beim Perlentaucher: „Wie Isabelle Huppert das mit jeder Faser spielt, eine Frau, die sich minutiös aus allen sozialen Registern entfernt, ist sagenhaft.“

Muss nicht sein:
Suicide Club: Fünf Menschen treffen sich in selbstmörderischer Absicht auf einem Hochhausdach, aber weil was dazwischenkommt, bringen sie sich noch nicht gleich um, sondern reden erstmal noch drüber. Debütfilm von Olaf Saumer, der die Balance aus Tragik und Komik, die er anstrebt, wohl eher nicht so gut hinbekommt.

Saw 3D (Saw 3D – Vollendung): Zum siebten Mal wird gefoltert, diesmal in drei Dimensionen. Und dann ist hoffentlich Schluss.

Bon Appétit: Kulinarische RomComs mit lecker Essen und feinen Weinen sind auch so ein abgedroschenes Subgenre, das keiner braucht. Schade, dass Nora Tschirner, die ich echt gerne sehe, fast immer in Filmen mitspielt, die ich so gar nicht sehen möchte.

Habermann: Deutsch-tschechische Co-Produktion über einen aufrechten Sudetendeutschen im Sudetenland unter Nazi-Herrschaft. Typisches 3.-Reich-Kostümkino, das wohl so ziemlich alles falsch macht und rasend schlechte Kritiken einfährt.

 

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