Trailerschau für Filmstarts vom 1.12.

Kleiner Hinweis zu den Trailer-Links: Ich verlinke bei US-Filmen eigentlich immer auf die Trailerseiten von apple.com. Kaum Schnickschnack, hervorragende Filmqualität. Bei Filmen, die keinen Trailer auf apple.com stehen haben, habe ich bisher meist zu der jeweiligen offiziellen Filmseite verlinkt. Da ich aber immer weniger Lust auf Flash-Orgien, ungefragte Hintergrundmusik, miese Navigation und ähnliche Unzulänglichkeiten habe, wird bei diesen Filmen ab jetzt in der Regel auf die Seiten von skip.at, film-zeit.de und moviemaze.de verwiesen.

Auf die DVD warten:
You Will Meet a Tall Dark Stranger (Ich sehe den Mann deiner Träume): Pünktlich zum 75. Geburtstag kommt der 41. Film von Woody Allen ins Kino. Der macht im Trailer zwar einen eher langweiligen Eindruck, soll aber, auch wenn die Kritiker zwiegespalten sind, eher einer der besseren in Allens Spätwerk geworden sein. Hans Mentz lobt, und der Standard behauptet, einen böseren Woody Allen habe es lange nicht gegeben.

Megamind: Animationsfilm um Superhelden und Superschurken aus dem Hause Dreamworks. Da hatte ich mich zunächst drauf gefreut, hatte mit dem besseren Ich, einfach unverbesserlich gerechnet. Scheint aber doch nicht so toll geworden zu sein. Unterhaltsam zwar, aber eben nichts wirklich Neues. Nunja, den Maßstab in diesem Bereich hat ohnehin The Incredibles gesetzt, und das wird auch so bleiben.

Vielleicht mal im Fernsehen:
L’immortel (22 Bullets): Bleihaltige Action mit Jean Reno. Soll nicht besonders innovativ, sondern sehr Genre-treu sein, dies aber auf sehr gut gemachte Weise. Oder, in den Worten von Hans-Ulrich Pönack: „Ein solider Spannungsfilm. Kraftvoll inszeniert. Rasant, fulminant in den Action-Motiven.“

House of Boys: Schwule Coming-of-age-Story in den Achtzigern mit dem Ausbruch von AIDS als zentralem Thema.

Das Schiff des Torjägers: In den Neunzigern war der Nigerianer Jonathan Akpoborie ein nicht ganz unbekannter Bundesligaprofi, eher er 2001 vom VfL Wolfsburg entlassen wurde, weil er der Besitzer eines Schiffes war, auf dem angeblich Kindersklaven geschleust wurden. Dieser Dokumentarfilm rollt die Affäre noch einmal neu auf und lässt viele Beteiligte zu Wort kommen.

Muss nicht sein:
Underbar och älskad av alla (Salto für Anfänger): Schwedische RomCom, in der eine Frau in der Midlife-Crisis sich in einen jüngeren Mann verliebt. Wer Abba in den Trailer packt, kann leider von mir nicht mehr mit einem fairen Urteil rechnen. Geht nicht anders. Also: Muss nicht sein.

Soul Boy: Kenianischer Film, unterstützt von deutschen Produzenten und Tom Tykwer als „Supervising Director“, der, Zufall oder nicht, an Slumdog Millionaire erinnert, allerdings für eine viel jüngere Zielgruppe. Es geht um Kinder im Slum, traditionelle Mythen und um Abenteuer. Es gibt sicher schlechtere Kinderfilme, aber für mich ist das bestimmt nicht gemacht.

Home for Christmas: Weihnachtsfilm aus Norwegen, der, wenn’s nach dem Trailer geht, anfangs viel typisch skandinavischen Charme mitbringt, aber am Ende eben doch vor allem Rührseligkeit und viel zu oft gesehenen Weihnachtskitsch verbreitet.

Otto’s Eleven: Ja, auch ich habe Otto Waalkes einmal für das Nonplusultra des deutschen Humors gehalten. Ich besitze noch immer eine zerfledderte Ausgabe von Das Buch Otto (mit einer Widmung meines Onkels „Für Deine guten Noten!“) Ich war acht. 2010 macht der Gute immer noch die gleichen Witze wie damals, was für die Achtjährigen von heute vielleicht lustig und interessant sein könnte (sicher bin ich mir nicht). Die Achtjährigen von damals aber kennen das alles schon.

 

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