Trailerschau für Filmstarts vom 9.12.

Im Kino sehen:
Monsters: Sehr gelungener Mix aus Roadmovie, Science-Fiction, Lovestory und auch ein bisschen Monsterfilm, gedreht vom Briten Gareth Edwards mit lächerlich geringem Budget. Feines Genrekino, das das Rad nicht neu erfindet, aber sehr überzeugend ist. Absolut sehenswert. Meine Kritik zum Film steht hier.

Auf die DVD warten:
En ganske snill mann (Ein Mann von Welt): Stellan Skarsgård als entlassener Häftling, der mit seinem neuen Leben in Freiheit klarkommen muss. Enthält eine große Portion von der skandinavischen Skurrilität, die vielleicht manchem schon zum Hals heraushängt, die mir aber immer wieder großes Vergnügen bereitet.

Nowhere Boy: Aaron „Kick-Ass“ Johnson spielt den jungen John Lennon in einem Film über dessen Jugend, der eher Coming-of-Age-Geschichte als Biopic ist. Hier stehen nicht die Beatles im Zentrum, sondern Johns Beziehung zu seiner Tante Mimi (Kristin Scott Thomas) und seiner Mutter. Regie führt die Videokünstlerin Sam Taylor-Wood. Als alter Beatles-Fan interessiert mich das natürlich, andererseits wird der Inhalt auch wenig Überraschendes bringen, wenn man wie ich schon ein paar Lennon-Bücher gelesen hat.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Dot.com: Kleine, sympathische Underdog-Dorfgemeinschaft kämpft gegen skrupellose, geldgierige Zugriffe von außen. Das ist als Thema nun auch schon reichlich abgestanden und schon x-mal durchgekaut. Trotzdem kann man diesem portugiesischen Film, in dem um einen Domainnamen gestritten wird, einen gewissen Charme nicht absprechen.

The Sound after the Storm: Deutsch-schweizerische Doku über die Musikstadt New Orleans fünf Jahre nach dem Hurricane Katrina.

Muss nicht sein:
Tangled (Rapunzel – Neu verföhnt): Disneys 50. großer Kinotrickfilm (diesmal wieder digital in 3D animiert) gibt sich zum Jubiläum bewusst klassisch und enthält alle Zutaten, wie sie Disney seit vielen Jahrzehnten bietet: hinreichend bekannter Grundstoff als Ausgangsmaterial, eine schöne Maid, ein hübscher Prinz, ein tolpatschiger Dicker, ein paar lustige Tiere als Sidekicks, und gesungen wird auch. Ich persönlich brauch’s nicht, aber das ist mit Sicherheit bestens gemachte (wenn auch etwas glatte) Familienunterhaltung.

Monga (Monga – Gangs of Taipeh): Jugendliche Straßengangs in Taipeh in den 80er Jahren. Kein fernöstliches Kunst-Kino, sondern, laut Lukas Förster, klischeereiche „ostasiatische Pulp Fiction“.

Cosa voglio di più (Was will ich mehr): Eine wilde Affäre in Mailand, gedreht von Silvio Soldini (Brot und Tulpen). Sowohl der Mann als auch die Frau sind verheiratet, wollen aber ihre Ehen nicht aufgeben. Es folgen Lügen, Gewissensbisse und sonstige Probleme. Glaubt man den Kritikern, ist das nicht unbedingt schlecht, aber nichts, was man sehen müsste.

Das kreative Universum: Der Untertitel sagt, worum’s geht: „Naturwissenschaft und Spiritualität im Dialog“. Das mag ja für manche ganz interessant sein, aber was hat das im Kino verloren? Zumal die DVD schon erschienen ist.

 

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