Trailerschau für Filmstarts vom 23.12.

Im Kino sehen:
Drei: Dreiecks-Beziehungskomödie von Tom Tykwer: Ein Mann und eine Frau, die schon sehr lange (unverheiratet und kinderlos) zusammen sind, beginnen beide eine Affäre mit dem gleichen Mann. Interessante Versuchsanordnung, aus der man auch sehr Langweiliges oder sehr Peinliches machen könnte. Tykwer traue ich zu, was Spannendes draus gemacht zu haben, nicht zuletzt, weil er den Film mit Devid Striesow, Sebastian Schipper und der famosen Sophie Rois toll besetzt hat.

Auf die DVD warten:
Rare Exports (Rare Exports – Eine Weihnachtsgeschichte): Natürlich ist der 23.12. ein passender Starttermin für eine Weihnachtsgeschichte, vielleicht aber auch ein bisschen spät. In München läuft er nämlich vorerst gar nicht, und bis hier eine Kopie angelangt ist, ist Weihnachten längst vorbei. Dabei würde mich das wirklich reizen: eine Horrorkomödie aus Finnland, die mit den gruseligen Aspekten des Weihnachtsmanns spielt und kürzlich beim Festival in Sitges zum Besten Film gekürt wurde. Also wohl eher nächstes Jahr auf DVD. Bis dahin bleiben mir die beiden sehr gelungenen Kurzfilme, auf deren Grundlage Rare Exports entstanden ist:


(YouTube-Direktlink)


(YouTube-Direktlink)

Vielleicht mal im Fernsehen:
Skyline: SF-Filme mit eher kleinem Budget, die im weitesten Sinne mit Alien-Invasionen zu tun haben, scheinen zur Zeit relativ leicht grünes Licht zu bekommen, jedenfalls häufen sich Filme dieser Geschmacksrichtung derzeit im Kino. Skyline hat nicht den Indie-Touch von Monsters oder District 9, sondern setzt eher auf Emmericheskes Popcorn-Blockbuster-Feeling (nur für viel weniger Geld). Was im Trailer noch nach recht solidem Genrekino aussieht, ist am Ende dannn doch eher eine Gurke, an der die Effekte noch das beste sind: das Tomatometer zeigt auf 14% und zitiert allerlei Verrisse.

Muss nicht sein:
Nostalgia de la Luz (Nostalgia de la Luz – Nostalgie des Lichts): In der chilenischen Acatamawüste suchen Riesenteleskope im All nach dem Ursprung des Lebens. Gleichzeitig suchen Angehörige der Opfer des Pinochet-Regimes nach Überresten dieser Opfer. Diese Doku verbindet beide Themen und spricht wohl vor allem Zuschauer an, die ihre Dokumentarfilme gerne essayistisch haben.

L’âge de raison (Vergissmichnicht): Sophie Marceau als Karrierefrau, die Meister Hora trifft und von ihm Briefe bekommt, die sie als Siebenjährige an sich selbst geschrieben hat. Dann kommt es natürlich zum Clash der Ideale der Kindheit mit ihrer heutigen Realität und vermutlich zur großen, schmerzhaften Läuterung mit Klischees galore.

Little Fockers (Meine Frau, unsere Kinder und ich): Ich hab noch nie verstanden, was an der Fockers-Komödienreihe mit Ben Stiller und Robert de Niro so reizvoll sein soll. Aber die Leute gucken das in Scharen, so dass ein dritter Teil wohl unvermeidlich war.

Der Freischütz: Verfilmte Oper. Kino für Menschen, die nicht ins Kino gehen. Oder Oper für Leute, die nicht in die Oper gehen.

Yogi Bear (Yogi Bär): Den guten alten Hanna-Barbera-Cartoon (der, glaube ich, noch nie besonders aufregend war) gibt’s jetzt als Mix aus Trick- und Realfilm in 3D. Amerikanisches Familienentertainment ohne große Ansprüche.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.