Im TV: Kung Fu Panda

Da am Ersten Weihnachtsfeiertag Zeit da, aber keinerlei gespeicherte Medien vor Ort waren, waren wir ungewohnterweise vom aktuellen TV-Programm abhängig. Dieses bot erschreckend wenig akzeptable Angebote, aber mit Kung Fu Panda auf Sat.1 immerhin einen Animationsfilm, der recht unterhaltsam zu sein versprach.

Der Trickfilm aus dem Hause Dreamworks war tatsächlich eine recht spaßige Angelegenheit. Zwar ist die Story um den tollpatschigen Pandabären Po, der durch einen Zufall zum „Drachenkrieger“ erklärt wird und vom Loser zum Kung-Fu-Helden mutieren muss, ziemlich vorhersehbar und unoriginell, sie wird aber sehr launig erzählt, bietet reichlich Gags (sowohl visueller als auch verbaler Art) und gefällt durch ihr charmantes Personal. Und natürlich funktioniert Kung Fu Panda auch als nette Parodie auf das Genre der Kampfkunstfilme.

Enttäuscht hat mich das Nebenfiguren-Quintett der „Furious Five“, bei denen mir schon das Charakterdesign nicht gut gefällt, und die auch sonst erschreckend blass bleiben, obwohl man mit ihnen einiges hätte anstellen können und obwohl sie im Original mit höchst prominenten Stimmen (u.a. Angelina Jolie, Jackie Chan und Seth Rogen) besetzt wurden. Umso gelungener dagegen gerieten die Figur des Ausbilders Shifoo und der weisen Schildkröte Yoda Oogway.

Kung Fu Panda lässt sich gut weggucken und ist toll gemacht, krankt aber an seiner allzu formelhaften Geschichte und den nicht besonders interessanten Figuren, weshalb der der Pixar-Referenzklasse nicht im geringsten das Wasser reichen kann. Hier sollte man im zweiten Teil, der im Sommer 2011 ins Kino kommt, dringend zulegen.

Die wunderbare Schlusstitelsequenz des Films wurde im Doofensender Sat.1 natürlich nicht gezeigt, aber dafür haben wir ja das Internet. Gezeigt hat Sat.1 dafür den Kurzfilm Das Geheimnis der Furiosen Fünf, der als Bonus für den DVD-Release des Films produziert wurde. Hier ist nur die Rahmenhandlung in der computergenerierten 3D-Optik des Hauptfilms gehalten – die einzelnen Episoden, die die Herkunft der fünf großen Kung-Fu-Helden erzählen, sind in einem sehr hübschen 2D-Stil animiert, der mir viel besser gefällt als die um möglichst großen Fotorealismus bemühte CGI-Grafik. Das hier hat mehr Seele und deutlich mehr visuelle Eigenständigkeit – das gleiche gilt für die kurze Traumsequenz zu Beginn des Hauptfilms, die im gleichen Stil gehalten ist.

 

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