Trailerschau für Filmstarts vom 6.1.

Das Kinojahr 2011 beginnt leider ohne jeden Reiz.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Das Leben ist kein Heimspiel: Das nenne ich mal schlechtes Timing: Die Doku über den Aufstieg der TSG Hoffenheim vom Provinzklub zum Bundesliga-Herbstmeister 2008 (mit SAP-Millionen) kommt ausgerechnet dann in die Kinos, wenn einer der wichtigsten Protagonisten dieses Aufstiegs, Ralf Rangnick, von Bord geht. Ist aber vielleicht auch nicht so wichtig, denn im Zentrum des Films steht weniger das Sportliche als vielmehr der sehr reizvolle Kontrast aus badischer Provinz und kühnen Macher-Visionen. Läuft konsequenterweise nur in Kinos im Südwesten, würde ich mir aber gerne im Fernsehen anschauen.

Howl (Howl – Das Geheul): James Franco, den ich bisher nur als Harry Osborn aus den Spider-Man-Filmen kannte, mausert sich zum Charakterdarsteller und spielt Allen Ginsberg. Der Film ist weniger ein Biopic, sondern konzentriert sich auf Ginsbergs Gedicht Howl und den Gerichtsprozess wegen Obszönität. Enthält angeblich auch Animations-Sequenzen, die aber im Trailer allenfalls zu erahnen sind. Sieht nicht uninteressant aus, scheint aber mehr oder weniger misslungen zu sein.

Muss nicht sein:
L’Arnacoeur (Der Auftragslover): Mainstream-Romcom aus Frankreich. Die Kritiker sind recht angetan, aber das ist ganz bestimmt nichts für mich.

La tête en friche (Das Labyrinth der Wörter): Gérard Depardieu als rustikaler Handwerker lernt eine ältere Dame kennen, die die Literatur liebt, und lernt von ihr, Bücher zu lesen. Das ist natürlich ganz toller Wohlfühlstoff fürs Bildungsbürgertum, das sich hier mal wieder seiner eigenen Werte versichern kann.

Burlesque: Da sind die Burlesque-Tanzshows in den USA grade mal so ein kleiner Underground-Trend geworden, schon kommt Hollywood mit einer Hochglanzproduktion daher, die dem Thema jedes Fitzelchen Subversion austreibt und eine stinklangweilige All-American-Girl-steigt-zum-Star-auf-Geschichte erzählt.

Die Superbullen: Das Furchtbare ist ja nicht, dass in den Neunzigern schlimme deutsche Proll-Komödien wie diese (mit dem Gespann Tom Gerhardt und Hilmi Sözer) erfolgreich waren. Das Fruchtbare ist, dass sowas im Jahr 2011 immer noch auf uns losgelassen wird.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 6.1.

  1. IIch möchte auf den Film: „Das Labyrinth der Wörter“ die Aufmerksamkeit lenken. Es ist eine schöne und anmutige Geschichte mit Botschaft. Der Film gehört zu solchen, die den Zuschauer positiv einstimmen.

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