Trailerschau für Filmstarts vom 20.1.

Im Kino sehen:
Black Swan: Vielgepriesenes Ballett-Psycho-Horror-Drama von Darren Aronofsky mit einer zur Höchstform auflaufenden Natalie Portman. Aronofskys Filme sind immer interessant und sehenswert, das gilt sogar für den eher missglückten The Fountain. Also sollte man unbedingt auch hier reingehen, wobei der Film sicher nichts für schwache Nerven sein wird, geschweige denn für Menschen, die „was Schönes mit Ballett“ erwarten.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Next Three Days (72 Stunden – The Next Three Days): Nicht verwandt mit Danny Boyles 127 Hours, der deutsche Titel schafft da unnötige Verwechslungsgefahr. Dies hier ist Paul Haggis‘ neuer Film mit Russell Crowe als einsamem Kämpfer gegen eine ungerechte Justiz, der seine Frau mit allen Mitteln aus dem Gefängnis holen will. Haggis scheint hier weniger nach einem Oscar zu schielen, als vielmehr einen soliden Thriller abliefern zu wollen. Das Ergebnis scheint ziemlich genau im Mittelmaß zu liegen.

Muss nicht sein:
Glückliche Fügung: Aus einem One-Night-Stand wird eine Schwangerschaft und kurz darauf das gemeinsame Häuschen im Grünen – aber kein Happy End. „Berliner Schule in Reinkultur“ sei das, meint BR-Kritikerin Margret Köhler. Als echtes Lob meint sie das aber eher nicht.

Solutions locales pour un désordre global (Good Food Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft): Nahrungsmitteldoku von Coline Serreau (Drei Männer und ein Baby), die ihre Botschaft schon im Titel ganz deutlich mitbringt. Besteht wohl überwiegend aus Talking Heads, anstatt in Bildern zu erzählen, wie das z.B. We feed the world getan hat. Das Anliegen mag gut und richtig sein, aber in dieser Form im Kino? Ich weiß nicht.

Vorstadtkrokodile 3: Die moderne Variante des Klassikers geht in die dritte Runde. Ich finde das pseudo-coole Gehabe des Trailers ja sehr sehr komisch. Mein Neffe (8) findet die Vorstadtkrokodile aber total gut und freut sich schon ganz doll auf Teil 3.

How Do You Know (Woher weißt du, dass es Liebe ist): RomCom mit Reese Witherspoon, Owen Wilson und Paul Rudd. Sieht nach absolut vergessenswerter Genre-Durchschnittsware aus, trotz Jack Nicholson, der auch mitspielen darf.

Im Alter von Ellen: Deutscher Film, der – diesen Eindruck hat man zumindest beim Trailer – ganz bemüht anders, sperrig, unkonventionell, Kunst sein will. Vielleicht ist er am Ende aber nur anstrengend und langweilig. Michael Sennhauser schreibt: „Nach etwa zwanzig Minuten schon hatte ich das Gefühl, einer Folge der Simpsons beizuwohnen, die jemand zum Spass mit Schauspielern nachgestellt hat.“

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 20.1.

  1. Ich stimme zu, den Film „72 Stunden …“ kann man noch anschauen, ziemlich spannend. Aber die Geschichte: „Im Alter von Ellen“ muss es wirklich nicht sein, so wie im Fall von „Glückliche Fügung“

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