Trailerschau für Filmstarts vom 27.1.

Auf die DVD warten:
Another Year: Britische Tragikomödie von Mike Leigh, die sich um ein altes und glückliches Ehepaar rankt, bei dem lauter weniger glückliche Menschen ein und aus gehen. Hat die Kritik schon in Cannes mehrheitlich begeistert und tut es jetzt wieder.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Hereafter (Hereafter – Das Leben danach): Auf neue Filme von Clint Eastwood freue ich mich eigentlich immer sehr. Das hier allerdings reizt mich fast gar nicht: Es geht um das Jenseits, ein mögliches Leben nach dem Tod, Nahtoderfahrungen und ein Medium (Matt Damon), das mit den Toten spricht. Wird Eastwood auf seine alten Tage zum Esoteriker?

Muss nicht sein:
TRON: Legacy: Der erste dicke Blockbuster des Jahres, die späte Fortsetzung des 80er-Jahre-Films. Wird das Publikum spalten: Viele werden den durchaus mögen, vor allem wenn sie schon Fans des Originals waren. Für Augen und Ohren bietet TRON: Legacy tatsächlich eine Menge – stark designtes Effektgewitter (in 3D, natürlich) und einen genialen Soundtrack von Daft Punk. Wer allerdings ins Kino geht, um sich Geschichten erzählen zu lassen, ist hier falsch, denn zu erzählen hat dieses Disney-Spektakel: nichts. (Längere Kritik folgt demnächst)

Bergblut: HFF-Abschlussfilm von Philipp J. Pamer, ein alpenländisches Historiendrama um eine Augsburger Arzttochter, die 1809 zu ihrem Südtiroler Mann in die rustikale Bergwelt zieht, wo die beiden in den Freiheitskampf des Andreas Hofer verwickelt werden. Viele Kostüme, viel Dialekt, viel Pathos. Hat eher einen Bayernstart als einen Bundesstart (in Berlin und Stuttgart ist er aber auch zu sehen).

Brothers:
Kommt ein gutes Jahr nach dem US-Start zu uns: Ein US-Soldat, der in Afghanistan im Einsatz war, wird für tot erklärt, seine Frau kommt derweil seinem Bruder näher. Als er wider Erwarten doch noch lebendig nach Hause kommt, wird’s natürlich problematisch. Klingt ganz gut, vor allem wegen des Hauptdarstellertrios Jake Gyllenhall, Toby Maguire und Natalie Portman, ist aber eigentlich überflüssig, denn den Film gibt es schon: Susanne Bier drehte 2004 Brødre als Dogma-Film, dies hier ist das Hollywood-Remake.

The Dilemma (Dickste Freunde): Ron Howard versucht sich nach seinen Dan-Brown-Verfilmungen an einer Beziehungskomödie. Vince Vaughn ertappt die Frau seines besten Kumpels Kevin James beim Fremdgehen und fühlt sich nun in der moralischen Pflicht, was zu unternehmen, weiß aber nicht, was. Der Comedy sind hier wohl einige ernsthafte Untertöne beigemischt, was aber nicht so gut geglückt ist, geht man vom RottenTomatoes-Rating von 22% aus.

 

4 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 27.1.

  1. BROTHERS lohnt sich alleine schon wegen der Darsteller – die schauspielerische Intensität hat mich umgehauen, nicht nur bei den Stars, sondern auch bei den beiden Mädchen, die die Töchter spielen. Der Film selbst hat ein paar kleine Schwächen, aber geschenkt: Das war ein toller Kinoabend. Mehr im Podcast

  2. ich fand Tron legacy ehrlich gesagt etwas enttäuschend: bei so einer megaaufmachung war mir dann die geschichte doch zu dünn. nettes detail ist dann doch die romance die sich zwischen den beiden entfaltet.

    ich hätte aber eine Frage.. etwas off the topic. mit gefiel the Mission von roland joffe irrsinnig. Hab vor ein paar Tagen ein posting über diesen Film gefunden. Kennt den vieleicht jemand? gibts da schon was zum downloaden?
    http://fffilmnews.blogspot.com/2011/02/falsche-drachen-inmitten-des-spanischen.html

  3. Ja, Tron: Legacy ist nichts als shiny Oberfläche und cooler Sound. Die „Story“ darunter hat null Substanz.
    Zu „There Be Dragons“ von Roland Joffé weiß ich leider nix. Laut IMDB wurde er auf der Berlinale erstmals überhaupt gezeigt und läuft ab Mai in den USA. Bis er hier ins Kino oder auf DVD rauskommt, wird’s wohl noch eine Weile dauern.

  4. ja Tron… nicht immer kann man erfolgreich sein. Dafür scheint True Grit ein Hit zu werden.

    @Joffe Film: echt, wusste gar nicht, dass die Berlinale das zeigte. Weiß man, ob der überhaupt nach Deutschland kommen wird? Nachdem ich einen kurzen Ausschnitt auf einem Blog gefunden http://bit.ly/fhLgFw habe, würde mich das Thema doch sehr interessieren.
    Das lässt mich aktuell an Libyen denken: das was dort abgeht, wird sicher ähnlichkeiten mit dem Spanien vor dem 2 Weltkrieg haben. gehts in dem Film nicht eigentlich darum?

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