Trailerschau für Filmstarts vom 3.2.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Picco: Deutsches Gefängnisdrama, das auf den Geschehnissen in der JVA Siegburg beruht, aus denen auch Uwe Boll schon einen Film gemacht hat. Dieser hier ist mit Sicherheit besser. Fast alle Kritiken sind positiv, und fast alle betonen, dass der Film an manchen Stellen nur sehr schwer auszuhalten sei.

J’ai tué ma mère (I Killed My Mother): Das Drama einer kaputten Mutter-Sohn-Beziehung, gedreht und gespielt vom 19jährigen Xavier Dolan, der das Drehbuch schon mit 17 schrieb und jetzt unter Wunderkindverdacht steht. Hat für meinen Geschmack ein bisschen viel Teenage-Pathos, könnte aber einen Blick wert sein.

Serengeti: Wieder einer dieser Naturfilme mit teilweise extrem beeindruckenden Aufnahmen, die ohne den pathetischen Off-Kommentar und die schwülstige Musiktapete soviel erträglicher wären.

Schastye moe (Mein Glück): Russisches Road-Movie um einen LKW-Fahrer. Typisches Arte-Material.

Muss nicht sein:
Julenatt i Blåfjell (Magic Silver – Das Geheimnis des magischen Silbers): Norwegischer Fantasy-/Märchenfilm für Kinder, der auf einer TV-Serie basiert und mit seinen zipfelbemützten Wichteln angenehm uncool daherkommt.

Poll: Kritikerdarling und Filmpreis-Einsammler von Chris Kraus (4 Minuten), ein Historienfilm, der vor dem ersten Weltkrieg in Estland spielt und exquisite Bilder sowie eine famose junge Hauptdarstellerin haben soll. Ich finde hier trotzdem nichts, was mich interessieren könnte.

So weit und groß – Die Natur des Otto Modersohn: Kunstvolle Kunstdoku über ein Künstlerleben. Nichts für mich, den Kunstbanausen.

Kokowääh: Der neue Film von Til Schweiger, der diesmal nicht nur am Drehbuch mitschrieb, Regie führt und die Hauptrolle spielt, sondern auch noch die weibliche Hauptrolle mit seiner eigenen Tochter besetzt. Die Besprechungen sind besser als erwartet, aber das muss nicht viel heißen. Ich kann auf den näselnden Schweiger jedenfalls nur zu gut verzichten.

My Soul to Take: Egaler 3D-Horrorfilm, in dem mal wieder Teenager von einem Serienkiller gejagt werden oder so. Wes Craven führt Regie, und dessen Fans und Kenner können dem Film, so wie Rajko, vielleicht noch etwas abgewinnen. Der Rest hält sich ans Tomatometer mit dem beeindruckenden Wert von 9%.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 3.2.

  1. POLL – Allein schon wegen Edgar Selges Verkörperung des sympathischen Vatermonsters ist der Film sehenswert, oder wegen des unglaublichen Produktionsdesigns, oder wegen der Inszenierung der zerbröselnden Vergangenheit in der Gegenwart oder einfach nur wegen Sätzen wie diesem: „Ich Anarchist. Anarchist darf das.“ Und er haut einen einfach um, wie man dem Podcast noch anhört: http://schoener-denken.de/blog/index.php/filmz-poll/

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