Trailerschau für Filmstarts vom 17.3.

Muss nicht sein:
Conviction (Betty Anne Waters): „Nach einer wahren Geschichte“, lese ich und höre mich seufzen. Hilary Swank spielt eine Frau aus einfachen Verhältnissen, die Schulabschluss und juristische Ausbildung nachholt, um ihren zu Unrecht verurteilten Bruder aus dem Gefängnis rauszuboxen. Hauptproblem bei dieser Sorte von Filmen: Man weiß immer vorher schon, wie’s ausgeht. Pluspunkte könnte es für gute Schauspielerleistungen geben (noch dabei: Juliette Lewis, Sam Rockwell u.a.), Minuspunkte für eine allzu Pathos-lastige Inszenierung.

Hævnen (In einer besseren Welt): Der Auslandsoscar-Sieger aus Dänemark von Susanne Bier, in dem gleich eine ganze Reihe von Problem-Fässern aufgemacht wird: Eheprobleme, Erwachsenwerden, Kriege und Konflikte in Afrika. Für meine Nase riecht das schwer nach Thesen- und Betroffenheitskino, ein Geruch, den ich gar nicht gerne mag.

The Rite (The Rite – Das Ritual): Mal wieder ein Exorzismus-Thriller – Anthony Hopkins spielt einen Priester in Rom, der ein Altmeister im Dämonenaustreiben ist und einem jungen, skeptischen Zögling das Handwerk beibringen soll. Den sehr engen Grenzen dieses Subgenres ist nur schwer etwas Neues hinzuzufügen, und es sieht nicht so aus, als sei Regisseur Mikael Håfstrom (Zimmer 1408) das hier gelungen.

I Am Number Four (Ich bin Nummer Vier): Teeniedrama meets Action-Flick mit auserwählten Monsterjägern, produziert von Michael Bay. Sieht aus wie eine überdimensionierte Buffy-Folge, nur ohne den Whedon’schen Charme und Dialogwitz.

Faster: Eigentlich ist das typischer B-Movie-Trash für die Videothek: Dwayne Johnson, der den Namen „The Rock“ wohl so langsam ablegen möchte, ist als einsamer Rächer mit schnellem Auto und lockerem Revolver unterwegs. Mehr Sinn steckt darin vermutlich nicht verborgen.

I Shot My Love: Hat bei kino-zeit.de die Tags „Liebe, Homosexualität, Familienbeziehung, Tänzer, Israel, Berlinale 2010“ bekommen. Da bekommt man ja schon von vornherein Zahnschmerzen. Wenn man dann den Trailer sieht – nichtssagende Homevideo-Sequenzen mit Musik unterlegt – wird das nicht besser. Ein privates, essayistisches Videotagebuch, das von der Liebe zwischen einem israelischen Filmemacher und einem Deutschen erzählt: okay, kann man machen. Aber braucht man sowas echt im Kino?

Powder Girl: Britisch-deutsch-österreichische Koproduktion: Eine Teenie-Lovestory um ein englisches Mädchen, das in den Alpen als „Chalet Girl“ jobbt, und die irgendwie als romantische Komödie mit Snowboarden gemeint ist. Sieht furchtbar aus, auch wenn sich aus irgendeinem Grund sogar Bill Nighy in diesen Film verirrt hat.

 

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