Trailerschau für Filmstarts vom 2.6.

Catchin‘ up.

Im Kino sehen:
Source Code: Jake Gyllenhall muss ein Zugunglück verhindern, indem er immer und immer wieder für die letzten acht Minuten in den Körper eines Passagiers schlüpft. Duncan Jones‘ zweiter Film nach dem sehr tollen Moon. Hier stammt das Drehbuch zwar nicht von ihm, klingt aber trotzdem nach einer sehr coolen Idee und einem cleveren Spiel mit dem Thema Zeitreise bzw. dem „Murmeltier“-Effekt. Will ich sehen.

Auf die DVD warten:
Somos lo que hay (Wir sind was wir sind): Der schmutzige kleine Geheimtipp dieser Woche, der leider kaum Aufmerksamkeit bekommen hat: Der Mexikaner Jorge Michel Grau mixt Familiendrama mit Horrorelementen, nämlich dem Kannibalen-Thema. Thomas Groh empfiehlt den „schönen, rohen kleinen Film“, der sich „zwischen sozialkritischem Holzhammer und gediegener Kannibalensplatterei“ bewegt, im Perlentaucher.

Kari-gurashi no Arrietty (Arrietty – Die wundersame Welt der Borger): Neues aus dem Studio Ghibli, das leider in viel zu wenigen Kinos läuft: Altmeister Hayao Miyazaki hat hier nicht Regie geführt, schrieb aber am Drehbuch mit und war als Berater dabei. Die Story basiert auf der Kinderbuch-Reihe von Mary Norton, die schon mehrfach verfilmt wurde, u.a. auch in den Neunzigern von Hollywood mit John Goodman. Übrigens, gute Nachricht für Ghibli-Freunde: bei Super RTL laufen gerade wieder jeden Samstag Ghibli-Filme, darunter auch welche, die bisher nicht im Fernsehen zu sehen waren.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Morgen das Leben: Debütfilm von Alexander Riedel, in dem drei Münchner um die 40 jeweils einen beruflichen Neustart wagen. Ein bisschen Komödie, ein bisschen dokumentarisch, ein bisschen spröde. So eine Mischung muss gar nicht schlecht sein.

Muss nicht sein:
Diary of a Wimpy Kid 2: Roderick Rules (Gregs Tagebuch 2 – Gibt’s Probleme?): Ich bin nun wirklich nicht die Zielgruppe für eine Prä-Teenie-Komödie, aber wenn ich noch in dem Alter wäre, würde ich diese Juniorvariante von Scott Pilgrim, die auf der höchst erfolgreichen und ziemlich amüsanten Buchreihe von Greg Heffley basiert (Teil 1 hab ich tatsächlich gelesen), vermutlich lieben.

The Hangover Part II (Hangover 2): Das ist auch mal ein origineller Ansatz für die Fortsetzung des Sensationserfolgs von 2009: Man ändert den Schauplatz und dreht ansonsten einfach den gleichen Film nochmal. Gleicher Cast, gleicher Regisseur, gleiche Handlung, gleiche Gags. Sogar die gleichen Promi-Gastauftritte. Redundanz, dein Name ist Hangover 2.

Mars Needs Moms! (Milo und Mars): Verfilmung einer SciFi-Story für Kinder, die als Buch wohl ziemlich toll ist, wie Rochus hier schreibt. Der Motion-Capture-Film kommt aus der Trickschmiede von Robert Zemeckis, der u.a. mit Polarexpress und Beowulf bewiesen hat, dass diese Art der Tricktechnik einfach nicht so recht zündet und man stattdessen tief ins Uncanny Valley hinabblickt. Da dieser Film an den US-Kinokassen jedoch ein kapitaler Extremflop war, dürfte das fürs Erste erledigt sein. Wobei ja Spielbergs und Jacksons Tim & Struppi-Film in einer ähnlichen Weise produziert wird. Hoffen wir das Beste.

Das Blaue vom Himmel: Deutsches Kino der anstrengenden Sorte, von Hans Steinbichler. Hannelore Elsner spielt eine Demenzkranke, die mit ihrer Tochter eine Vergangenheitsbewältigungsreise nach Lettland antritt.

Bauernfrühstück – Der Film: Läuft nur in Norddeutschland: Low-Budget-Komödie mit der ziemlich beknackten Grundidee eines Bauerndorfes, das nicht mitgekriegt hat, dass der 2. Weltkrieg längst vorbei ist. Nicht mein Humor, und außerdem verstehe ich nicht, warum ein Film den Untertitel „Der Film“ trägt, wenn er nichtmal von irgendwas anderem (TV-Sendung, Blog, Parfüm) abgeleitet ist.

Kottan ermittelt – Rien ne va plus: Ich bin einen Tick zu jung, um den ORF-Klassiker Kottan ermittelt damals schon gesehen zu haben. Die satirischen Krimis aus den 70ern und 80ern gelten ja als „Kult“ und sollten auf jeden Fall mal gesehen werden. Der Wiederbelebungsversuch im Kino aber scheint eher von der peinlichen Sorte zu sein, wie der Trailer schon in überaus abschreckender Weise deutlich macht.

 

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