Trailerschau für Filmstarts vom 9.6.

Catchin‘ up, continued.

Im Kino sehen:
X-Men: First Class (X-Men: Erste Entscheidung): Matthew Vaughn (Sternwanderer, Kick-Ass) als Regisseur, feine Besetzung, schicker Sixties-Look: Ich hab mich von Anfang an auf dieses Prequel gefreut. Und jetzt kriegt dieser Film auch noch fast überall gute bis sehr gute Kritiken. Wird geguckt.

Auf die DVD warten:
Beginners: Ewan McGregor spielt einen Mann, dessen Vater (Christopher Plummer) sich als 75jähriger Witwer outet, schwul zu sein, und ein spätes Frühlingserwachen feiert. Der binungsunfähige Sohn kommt derweil einer Frau näher. Schönes Schauspierkino, das mit ein paar netten Stil-Mätzchen aufwartet, z.B. einem untertitelten Hund.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Hana, Dul, Sed – Eins, zwei, drei: Die koreanische Fußball-Nationalmannschaft gehört zur Weltspitze, jedenfalls bei den Frauen. Dieser Dokumentarfilm porträtiert die Mannschaft und verschafft seltenen Einblick in ein Land, das dank seiner Abschottung nach außen zu den für uns wohl fremdesten dieser Welt gehört.

Bibliothèque Pascal: Ziemlich seltsames Zeug aus Ungarn, aus dessen Trailer man nicht so recht schlau wird. Es geht um Prostitution, Menschenhandel und Sorgerecht, wobei sehr surreal erzählt wird. So wie es Katja Nicodemus in der Zeit beschreibt, klingt es mindestens interessant.

Muss nicht sein:
Der Mann der über Autos sprang: Road-Movie mit Robert Stadlober als Typ aus der Psychiatrie, der zu Fuß von Nordost nach Südwest quer durch Deutschland läuft, weil er damit den Vater eines Freundes gesund machen will. Pluspunkt: Jessica Schwarz. Minuspunkt: Ein Beigeschmack von Esoterik, mit dem ich nix anfangen kann.

Life in a Day (Life in a Day – Ein Tag auf unserer Erde): Das YouTube-Filmprojekt, bei dem die User weltweit dazu aufgerufen wurden, am 24. Juli 2010 einen Ausschnitt aus ihrem Leben zu filmen und hochzuladen. Ridley Scott und Kevin Macdonald haben das dann kompiliert. Simon Rothöhler meint im Freitag: „Macdonalds bräsige Montage rührt all dies zu einer unglaublich uninteressanten Soße des mehr oder weniger Allzumenschlichen zusammen.“ Die fertige Filmcollage gibt’s jetzt im Kino und nicht dort, wo es konsequenterweise (auch) hingehört hätte: direkt auf YouTube (dort ist er zwar gelegentlich zu sehen, aber nur zu bestimmten „Ausstrahlungsterminen“).

Die Nordsee von oben: Na klar, aufwendig gefilmte Naturaufnahmen im Kino sehen toll aus. Man sollte aber auch etwas zu erzählen haben, wenn’s mehr sein soll als ein edler Bildschirmschoner. Und der Slogan „Wie das Land, so der Film“ ist nicht euer Ernst, oder?

Femmine contro Maschi (Kusswechsel – Kein Vorspiel ohne Nachspiel): Dem Trailer nach ist der Film kein Stück intelligenter als der deutsche Titel. Frauen- und Männerklischees bis zum Umfallen, dazu Slapstick-Humor. War in Italien ein Riesenerfolg.

Country Strong: Gwyneth Paltrow als Countrystar, der durch die Alkoholhölle geht, sich aber aufrappelt und triumphal zurückkehrt. Gefühlsduseliges Rührstück mit allen Klischeezutaten, die man zu sowas braucht. Gruselig.

 

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