Trailerschau für Filmstarts vom 16.6.

Womit wir wieder auf dem aktuellen Stand wären.

Im Kino sehen:
The Tree of Life: Terrence Malicks großes Epos, das jüngst in Cannes die Goldene Palme gewann und die Kritiker spaltete. Mich spaltet es schon bei der Ansicht des Trailers. Einerseits sieht das nach umwerfenden Bildern, tollen Schauspielern, wirklich großem Kino aus, das man gesehen haben muss. Aber auch arg pompös und bedeutungsschwanger. Nun denn: Wer mitreden will, muss ins Kino gehen.

Auf die DVD warten:

Vielleicht mal im Fernsehen:
Eine Insel namens Udo: Kurt Krömer spielt hier seine erste Kino-Hauptrolle, einen Kaufhausdetektiv, der so unscheinbar ist, dass ihn niemand wahrnimmt – bis er sich verliebt und alles anders wird. Verliert schonmal dadurch ein paar Sympathiepunkte, dass er für sein Filmplakat schamlos ein Motiv aus Zach Braffs Garden State klaut zitiert. Es bleiben aber immer noch welche übrig, zum Beispiel Fritzi Haberlandt in der weiblichen Hauptrolle und allgemein ein leicht schräger Charme, der mir durchaus gefällt.

Kung Fu Panda 2: Den ersten Teil sah ich zu Weihnachten im Fernsehen und so als leichtverdauliche Feiertags-TV-Kost war das auch wunderbar. Kann man mit Teil 2 bestimmt genauso halten.

Kaboom: Neues Werk vom Queer-Film-Regisseur Gregg Araki, dessen Name mir bis grade eben nichts sagte. Grell, bunt und campy. Spiegel Online schreibt: „Kaboom ist einer seiner leichteren Filme, sympathisch und zugänglich, aber auch wieder wild und laut und bunt und brachial, das Leben eine gefährliche, aber lustige Party, vor der Apokalypse der Orgasmus.“

Muss nicht sein:
Noise and Resistance: Doku über Punkrock und Politik, die diverse DIY-Projekte quer durch Europa vorstellt. Ist bestimmt gut gemeint, die taz schreibt allerdings: „Alle kämpfen zornig gegen das kapitalistische System, gegen Rassismus und Sexismus, alle sehen in der „DIY“ Bewegung den Heilsweg und alle haben ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein, das die Filmemacherinnen leider mit ihnen teilen.“ Und das schreckt dann doch eher ab.

Klitschko: Sportlerdoku über die beiden prominenten Boxbrüder, dessen Trailer recht unengenehm aufs Heldenverehrungs-Pedal drückt. Laut einem interessanten SZ-Artikel, der mehr über die Klitschkos und deren Stellung im Boxsport erzählt als über den Film, fehlt darin vor allem eins: Drama.

Something Borrowed (Fremd Fischen): Wenn der Schriftzug rosa ist, ist schonmal Vorsicht geboten. Wenn der Film dann auch noch vom Online-Kuppelportal neu.de promotet wird, läuten die Alarmglocken extralaut, rufen „Romantic Comedy“ und man weiß alles, was man wissen muss. Das ist doch ganz schön praktisch.

 

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