Trailerschau für Filmstarts vom 23.6.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Bang Bang Club: Die Geschichte von vier jungen Fotografen, die in Südafrika vom gewaltsamen Apartheid-Konflikt Anfang der 90er berichten und damit zu Starreportern werden. Sicher ein spannendes Thema, und der Trailer sieht durchaus interessant aus. Allerdings bin ich kein großer Freund von Filmen, die reale Ereignisse nachspielen und dramatisieren, was wohl auch hier wieder nur so mittelgut gelungen ist.

The Lincoln Lawyer (Der Mandant): Justizdrama mit Matthew McConaughey, das durch und durch solide aussieht, aber kaum etwas hat, was mich ins Kino locken würde. Die Nebendarsteller sind allerdings schon ziemlich fein: Marisa Tomei, William H. Macy, John Leguizamo und Bryan Cranston.

Mr. Nice: Die leichte Alternative zu Gangster-Epen wie Carlos oder Public Enemy No. 1: Hier geht es um den Waliser Howard Marks, der mehr oder weniger zufällig zum Marijuhana-Megadealer wurde. Das Biopic setzt vor allem auf den Unterhaltungsfaktor und wird wohl auf einen allzu kritischen Blick verzichten.

Incendies (Die Frau die singt): Frankokanadischer Film, in dem eine verstorbene Mutter ihre Kindern per Testament dazu bringt, die unbekannten Seiten ihrer Familie zu erforschen und dafür in den Nahen Osten zu reisen. War für den Auslandsoscar nominiert und bekommt sehr positive Kritiken.

Muss nicht sein:
Schlafkrankheit: Deutscher Film über Deutsche in Afrika und den Konflikt zwischen Heimkehren-Wollen und Nicht-mehr-heimkehren-können. Lief bei der Berlinale und bekam dort einiges Lob (z.B. bei critic.de: „nicht leicht zugänglich, aber sehenswert“). Für mich trotzdem eher nichts.

Bad Teacher: Prollkomödie mit Cameron Diaz als White-Trash-Lehrerin und Justin Timberlake als schnuckeliges Lockenköpfchen. Da verpasst man sicher nichts.

Honey 2: Sequel zu einem Tanzfilm von 2003 (damals mit Jessica Alba) in der Hauptrolle, der wohl nicht sehr viel mit dem Vorgänger zu tun hat.

Mr. Popper’s Penguins (Mr. Poppers Pinguine): Ebenfalls völlig unnötig: Kinderbuchverfilmung mit Jim Carrey als Kauz, der mit (nur teilweise am PC geschaffenen) Pinguinen zusammenlebt.

Werner – Eiskalt!: Das Werner-Franchise, so lebendig wie ein Haufen Zombies, krabbelt mal wieder aus dem Grab (nachdem der Film mehrfach verschoben wurde). Und es sieht so aus, als sei diesmal Kindheit und Jugend des Zeichentrickhelden das Thema. Schlimm.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 23.6.

  1. Am schlimmsten am aktuellen Werner-Film klingt für mich, dass sie genau das Element wieder eingefügt haben, dass den stellenweise ganz witzigen ersten Teil zum absaufen brachte: die Realfilm-Rahmenhandlung mit Brösel als Hauptdarsteller.

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