Trailerschau für Filmstarts vom 30.6.

Auf die DVD warten:
The Infidel (Alles koscher!): Britische Religionskomödie über einen Muslim, der feststellt, dass er adoptiert und eigentlich von Geburt an Jude ist. Eine Idee, aus der man eine schön böse Satire à la Four Lions machen könnte. Oder eine eher brave Komödie. Hier ist eher letzteres passiert, soll aber laut Titanic-Humorkritik trotzdem lustig sein, trotz eines allzu versöhnlichen Endes.

Vielleicht mal im Fernsehen:
All You Need is Klaus – Die Klaus Voormann Story: Filmporträt des Grafikers und Musikers Klaus Voormann, der durch seine Mitarbeit an vielen Beatles- und Post-Beatles-Projekten eine Art Seitenberühmtheit geworden ist. In der Glotze sicher mal ganz nett, ich bin ja ein alter Beatleianer.

Noruwei no mori (Naokos Lächeln): Japanische Verfilmung des Murakami-Bestsellers, der eine Liebesgeschichte in den Sechziger Jahren erzählt. Sieht nach exquisitem, edel gemachten (aber ein bisschen langweiligen) Arte-Kino aus.

The Way Back (The Way Back – Der lange Weg): Peter Weirs Flüchtlings-Epos über eine Gruppe von Gulag-Häftlingen, die in den 40er Jahren von Sibirien zu Fuß nach Indien flohen. „Nach einer wahren Begebenheit“ und mit tollen Bildern, aber auch mit Pathos-Verdacht.

Rockabilly Ruhrpott: Ein Dokumentarfilm porträtiert die Rockabilly-Fanszene im Ruhrgebiet.

Muss nicht sein:
Knerten (Mein Freund Knerten): Familie zieht aufs Land, der kleine Sohn findet dort keine Spielkameraden und freundet sich mit einem Ast an, der (mit ihm) sprechen kann. Wunderbar altmodische Kinderbuchverfilmung aus Norwegen, die ziemlich sympathisch aussieht.

Transformers 3: Mehr Wumms, mehr Krach, mehr Action, mehr Dimensionen (3). Ansonsten alles wie immer. Überraschenderweise mit feinen Nebendarstellern: John Malkovich, Frances McDormand, John Torturro. Würde ich mir als hirnlosen Popcornfilm vielleicht sogar antun, aber: 157 Minuten? Nicht euer Ernst!

Larry Crowne: Tom Hanks‘ zweite Regiearbeit mit ihm selbst als älterem Herrn, der nach einer Kündigung nochmal die Schulbank drückt und sich in seine Lehrerin Julia Roberts verliebt. Altmodisches Sommerkino für die „Best-Ager“-Generation, das niemandem wehtut und einfach eine Romanze mit Hollywoodstars erzählt. Es gibt bestimmt Schlimmeres.

Vier Leben: Ein in Kalabrien gedrehtes, meditatives Film-Essay. Ich find’s total super, dass sowas in Kinos gezeigt wird, habe aber selbst ehrlich gesagt überhaupt keine Lust auf so einen Film.

Brownian Movement: Sandra Hüller spielt eine Ärztin, die sich mit fremden Männern zum Sex trifft. Und der Trailer wirkt sehr seltsam und befremdlich. Einen Kritikerfilm nennt man sowas wohl. Oder Kunstkacke.