Im Kino: Green Lantern

Eins sei gleich vorausgeschickt: Ich kenne mich nicht aus in der (seit 1940 existierenden) Mythologie um Green Lantern, aber da geht es mir nicht anders als dem Großteil des von Warner Brothers angepeilten Kinopublikums. Schließlich soll mit dem in 3D präsentierten, mit einem dicken Budget von 200 Millionen Dollar ausgestatteten Film Green Lantern ein Blockbuster geschaffen werden, der ein mögllichst großes Publikum anspricht. So wie Konkurrent Marvel es geschafft hat, mit Superhelden aus der zweiten Reihe, die nicht jeder kennt (z.B. Iron Man oder Thor), möchte auch Warner Brothers aus dem großen Fundus der DC-Superhelden schöpfen, um ein weiteres Standbein neben Christopher Nolans äußerst erfolgreicher Batman-Franchise zu schaffen. Bisher ist das nicht gelungen – was sich wohl auch mit Green Lantern nicht ändern wird.

Als Regisseur engagierte man den Neuseeländer Martin Campbell, der mit zwei Zorro- und zwei James-Bond-Filmen (Golden Eye und Casino Royale) ausreichend Erfahrung im Action-orientierten Blockbusterkino mitbringt. Bei der Besetzung verzichtete man auf die ganz großen Namen, verpflichtete aber ein solides Ensemble mit Ryan Reynoldsals Hauptfigur Hal Jordan und Leuten wie Peter Sarsgaard, Mark Strong und Tim Robbins in weiteren Rollen. An den Schauspielern liegt es nicht, wenn der Film scheitert, diese liefern einen soliden Job ab. Aber im Mittelpunkt steht bei Green Lantern nicht die Schauspielkunst, sondern Action und Effekte. Und auch die sind durchaus gelungen: gut designte außerirdische Welten und rasante Kampfszenen, in denen man nicht den Überblick verliert und die in 3D durchaus etwas hermachen. Ebenfalls gelungen: das Figurendesign der am Computer animierten außerirdischen Lebensformen wie dem galaktischen Vogel Tomar-Re und dem Hünen Kilowog. Optisch also weiß Green Lantern durchaus zu gefallen. Aber eigentlich soll ein Film ja auch eine Geschichte erzählen, und da fangen die Probleme an.

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