Trailerschau für Filmstarts vom 22.9.

Sorry für die lange Funkstille. Ist grade nicht ganz einfach, das Blog auch nur halbwegs regelmäßig mit Inhalt zu bestücken. Versuchen will ich es weiterhin, es kann aber durchaus sein, dass es in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder zu Lücken kommt. Ist halt viel los zur Zeit. A propos viel los: Diese Woche kommt ohne einen „ganz großen“ Kinostart aus, bietet dafür ein ganzes Bündel interessanter Perlen, die einen Kinobesuch lohnen könnten:

Im Kino sehen:
The Guard (The Guard – Ein Ire sieht schwarz): Brendan Gleeson (ihr kennt ihn mindestens aus In Bruges) als leicht dumpfbackiger irischer Provinzbulle, der mit Don Cheadle einen FBI-Mann an die Seite gestellt bekommt. Eine, wie ich hoffe, etwas andere Buddy-Cop-Komödie. Ein extradickes BUUH übrigens an denjenigen, der den deutschen Untertitel verbrochen hat und sich was schämen sollte.

Hell: So heißt nicht nur meine bevorzugte Biersorte, sondern auch dieser (für hiesige Verhältnisse) aufwendige deutsche Genrefilm, der ziemlich vielversprechend aussieht. Das apokalyptische Endzeitdrama spielt in einer Welt, die von der Sonne komplett ausgedörrt und lebensfeindlich geworden ist. Zwar scheint das Regiedebüt von Tim Fehlmann nicht durchweg super geworden zu sein, aber der schicke Look, die guten Schauspieler und die interessante Grundidee reichen mir eigentlich schon für einen Kinobesuch.

Attack the Block: Aliens kommen auf die Erde, legen sich aber mit den Falschen an: mit Teenagern aus Londoner Jugendgangs. Mehr Comedy als SciFi — Drehbuch und Regie stammen vom britischen Comedian Joe Cornish, Nick Frost spielt mit und Edgar Wright ist als Executive Producer involviert. Lief bereits auf dem Fantasy Filmfest und wurde dort zwar nicht als das ganz große Highlight abgefeiert, aber weitgehend positiv aufgenommen.

Auf die DVD warten:
The Debt (Eine offene Rechnung): US-Remake eines israelischen Films, ein Agententhriller um drei junge Mossad-Agenten, die im Nachkriegsberlin einen Nazidoktor fangen sollten. Weil die Mission nicht ganz glückte, wird das Trio Jahrzehnte später von den Vorfällen eingeholt. Die Kritiken sind eher durchwachsen, für mich sieht das trotzdem interessant aus. Solider Mainstream für Erwachsene, mit guter Besetzung (Helen Mirren!), das hat man heute ja auch nicht mehr so oft.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Transfer: Ein kleiner Low-Budget-Science-Fiction-Film aus Deutschland, in dem sich ein altes Ehepaar mittels Gentechnik den Traum von der ewigen Jugend erfüllt. Riecht mir allzu sehr nach sozialkritischer Message. Zwar gibt es auch positive Kritiken, aber ich fürchte eher, dass diese hier nahe dran sein könnte, die von einem „verquasten, von pseudo-gehaltvollen Dialogen überfrachteten Marathon“ spricht.

Muss nicht sein:
Abgebrannt: Deutsches Sozialdrama über eine vom Leben überforderte, türkischstämmige Mutter im Wedding. Die Print-SZ lobt zwar Hauptdarstellerin Maryam Zaree, aber „irgendwann nervt den Zuschauer die statische Verzweiflung“ und der Film „entwickelt eine sehr deutsche Tatort-Drögheit“.

Vergiss dein Ende: Noch ein deutsches Sozialdrama, mit alten verzweifelten Menschen in schweren Lebenssituationen. Der film-dienst findet’s gut, für mich ist sowas in der Regel nix.

Glee Live! 3D! (Glee on Tour – Der 3D Film): Ich gucke Glee regelmäßig und mag die Serie immer noch gern, obwohl sie kein Highschool-Klischee auslässt. Auf diesen Konzertfilm, der die US-Tour des Serienensembles in 3D dokumentiert, kann ich allerdings gut verzichten. Das ist dann eben nur eine Teeniepop-Bühnenshow. Ohne Sue Silvester, die nur im Trailer auftritt und wahrscheinlich sogar recht hat, wenn sie sagt: „Please, save your money, this thing sucks!“

Gianni e le Donne (Gianni und die Frauen): Italienische Feelgood-Komödie um einen alternden Schwerenöter, der wohl hauptsächlich in den Senioren-Matineen der Kinos erfolgreich laufen wird.

Valerie: Monolog-Videodings von Franka Potente, die ein Buch von Roger Willemsen verfilmt, was wohl ziemlich missraten ist.

Sonst noch:
After the Silence (Nach der Stille): Nahosktkonflikt-Doku: Ein Israeli fiel einem Selbstmordattentat zum Opfer fiel, seine Witwe nimmt Kontakt zu den Eltern des Attentäters auf.

 

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