Trailerschau für Filmstarts vom 29.9.

Wir hecheln weiter hinterher, es ist hoffnungslos …

Auf die DVD warten:
The Art of Getting By (Von der Kunst, sich durchzumogeln): Romantische Coming-of-Age-Geschichte mit dem inzwischen volljährigen Freddie Highmore, der den Sprung vom Kinderstar (Charlie and the Chocolate Factory) zum erwachsenen Schauspieler gut hinzukriegen scheint. Er spielt einen Teenager mit zeichnerischer Begabung, der sich große, schwere Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest macht. Sieht nicht weltbewegend, aber grundsympathisch aus, was vielleicht auch an dem leichten Indie-Touch liegt. Ich mag sowas. Die Kritiker treten das Ding allerdings überwiegend in die Tonne (Tomatometer: 17%).

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Conspirator (Die Lincoln Verschwörung): Historisches Justizdrama von Robert Redford um den Prozess gegen die Drahtzieher des Attentats an Abraham Lincoln. Ansehnlich besetzt und natürlich so gemeint, dass man da reichlich aktuelle Bezüge reinlesen kann.

Margin Call (Der große Crash – Margin Call): Männer-im-Anzug-Film zur Finanzkrise (nicht der erste und bestimmt nicht der letzte). Das feine Ensemble und ein gutes Tomatenranking versprechen einen ordentlichen Wall-Street-Thriller.

Whores‘ Glory – Ein Triptychon: Anti-Feelgood-Film von Michael Glawogger, der abwechselnd österreichische Kifferkomödien und schwere, globalisierungskritische Sozialdokus dreht. Dieser gehört zur zweiten Gruppe und beobachtet Prostitution in Thailand, Mexiko und Bangladesh.

La petite chambre (Das kleine Zimmer): Störrischer alter Mann lässt sich von einer engagierten jungen Pflegerin erweichen. Wie nennt man diese Sorte von Film, die ein bisschen verschroben (aber nicht zu sehr), ein bisschen anspruchsvoll (aber nicht zu sehr) und ein bisschen sozialkritisch (aber nicht zu sehr) ist, dabei aber immer sehr gefühlig und die Zuschauer mit einem wohligen Gefühl entlassend? Die Sorte Film, die dann immer Publikumsliebling auf Festivals wird? Ich schlage den Begriff „Kuschel-Arthouse“ vor und lege diesen Schweizer Film (freilich ohne ihn gesehen zu haben) keck in diese Schublade. Vielleicht habe ich aber auch völlig Unrecht.

The Ward: Old-School-Grusel-B-Movie-Horror-Zeug von Altmeister John Carpenter. Macht mich nicht besonders an, da hole ich lieber all die wirklichen Carpenter-Klassiker nach, die ich noch nicht gesehen habe. Ich kenn bisher ja tatsächlich nur Dark Star von ihm. Echt jetz.

Muss nicht sein:
Komt een vrouw bij de dokter (Love Life – Liebe trifft Leben): Niederländischer Kassenschlager über Liebe, Treue und den Kampf gegen Krebs. Da darf man Schlimmstes befürchten. Jenny Zylka schrieb für den Fluter einen schönen Verriss über den „dummen Film“ mit seinen „blöden Figuren“: „In keiner der unterirdischen Dialogzeilen oder Goldenen-Blatt-Kitsch-Schicksalsszenen will auch nur ein Fünkchen Empathie aufkommen.“

4 Tage im Mai: Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs an der Ostsee, eine letzte Konfrontation zwischen russischen Soldaten und der Wehrmacht. Alle wollen nur noch, dass der Krieg endlich aufhört, nur ein rothaariger Nazibengel (der Russisch spricht und als Dolmetscher fungiert) ist noch scharf auf den Endsieg. Für mich ist das nix, die meisten Rezensenten finden’s aber gut.

Wickie auf großer Fahrt: Der Riesenerfolg des Jahres 2009 verlangt natürlich nach einer Fortsetzung, selbstverständlich dieses Mal in 3D. Allerdings ohne Bully Herbig als Regisseur und Autor. Ihn löst Christian Ditter ab, der sich mit drei Vorstadtkrokodile-Filmen als Spezialist für „Mainstream für den Nachwuchs“ etabliert hat. Der Trailer wirkt auf mich absolut furchterregend schlecht, aber womöglich hätte mir das als Achtjähriger total gut gefallen.

 

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