Trailerschau für Filmstarts vom 6.10.

Im Kino sehen:
Melancholia: Bei seiner Premiere in Cannes wurde der Film ja leider von Lars von Triers bescheuertem (oder genialem?) PR-Stunt in den Schatten gestellt. Jetzt kann das Weltuntergangsepos mit Kirsten Dunst endlich im Kino gesehen und beurteilt werden, und ich habe das Gefühl, das könnte sich lohnen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Fright Night: Remake eines mir völlig unbekannten, humorvollen 80er-Jahre-Gruslers, der bei uns Die rabenschwarze Nacht hieß. Colin Farell gibt einen Vampir, die jugendliche Hauptrolle spielt Anton Yelchin, der in J.J. Abrams‘ Star Trek als Chekov geglänzt hat. Die Neuauflage scheint ziemlich gut gelungen zu sein. Sicher kein Muss, aber wohl ordentliche Unterhaltung für alle, die keine 3D-Brillen-Allergie haben.

Muss nicht sein:
Wunderkinder: Jüdische, musikalisch hochbegabte Wunderkinder in der Ukraine müssen um ihr Leben spielen, als 1941 die Nazis einmarschieren. Ich bin ja generell sehr skeptisch bei Filmen, die mit dem Holocaust zu tun haben — das hier sieht nach einem besonders abschreckenden Exemplar aus: mit superfiesen Nazis (Konstatin Wecker!), liebsüßunschuldigen Kinderlein und dazu noch viel Musiksoße und die Gewissheit, das Musik das Schreckliche zumindest mindern kann, als wärmender bildungsbürgerlicher Mantel. Lida Bach schreibt bei Negativ von einer „klischeehaften Idealisierung der Zeitumstände und einem vom Unglaubwürdigen ins Abstruse abdriftenden Plot als kalkulierte Falsifikation, die eine menschliche Tragödie zu kommerzieller Familienunterhaltung ausbeutet.“

Johnny English Reborn (Johnny English – Jetzt erst recht): Man stecke Mr. Bean in eine James-Bond-Parodie, und die Leute gehen ins Kino, manche finden es sogar lustig. Hat vor acht Jahren funktioniert, nun kommt ein spätes Sequel, dem augenscheinlich noch die allerletzten Reste an Esprit oder Komik jenseits von Splastick ausgetrieben wurden.

A Little Bit of Heaven (Kein Mittel gegen Liebe): Kate Hudson als promiske Frau, die sich in ihren Arzt (Gael Garcia Bernal) verliebt, während der gleichzeitig Krebs bei ihr diagonsitiziert. Da wird RomCom-Kitsch mit Schicksals-Schmonzes verrührt und als Kleister auf der ekligen Melange kommen dann obendrauf noch Szenen aus dem Jenseits mit Whoopie Goldberg als Engel oder sowas ähnliches. Brrrrr.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 6.10.

  1. Fright Night1+2 liefen doch in den 90ern ständig auf SAT1. Wo warst du denn da? Fand die gut. Damals.

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