Trailerschau für Filmstarts vom 15.12.

So. Pause zuende. Mein Umzug ist abgeschlossen und ich bin unbedingt gewillt, wieder regelmäßig Beiträge in dieses Blog zu stellen. Und ins Kino zu gehen. Drückt mir die Daumen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
The Black Power Mixtape 1967-1975: Schwedische Reporter waren zur Zeit der schwarzen Bürgerbewegung in den USA unterwegs und sprachen mit bekannten und unbekannten Protagonisten. Aus dem Material, das anscheinend nie verwendet wurde, wurde nun ein neuer Film zusammengeschnitten. Interessant dürfte hier vor allem die ungewohnte Perspektive sein: zum einen der Blick von außen, also von ausländischen Journalisten, zum anderen die im zeitlichen Abstand erfolgte Montage.

Mission: Impossible – Ghost Protocol (Mission: Impossible – Phantom Protocol): Tom Cruise spielt wieder „Kobra, übernehmen Sie“ und ich kann mich nicht so recht aufraffen, das interessant zu finden. Und das, obwohl

  • die Regie von Brad Bird stammt, der bisher ganz famose Animationsfilme geschaffen hat (mit The Iron Giant und The Incredibles zwei meiner Lieblinge)
  • die Kritiken gar nicht so schlecht sind (92% auf dem Tomatometer)
  • mit Jeremy Renner, Simon Pegg und Ving Rhames ein paar Leute mitspielen, die ich (im Gegensatz zu Herrn Cruise) sehr gerne auf der Leinwand sehe.

Aber wenn man Bock auf gut gemachte, belanglose Action hat, wird M:I4 sicherlich keine schlechte Wahl sein.

Rubbeldiekatz: Es geht nicht anders: Wann immer ich diesen Filmtitel lese (und dank massiver PR passiert das zur Zeit häufig) ergänze ich im Kopf automatisch: „… am Borsigplatz“. Dabei hat das mit dem BVB gar nix zu tun, sondern ist der neue Film von Detlev Buck, dessen richtig tolle Sachen nun auch schon länger zurückliegen. Dieser hier scheint einige hübsche Momente zu haben, vor allem wenn er sich über deutsche Förderung für amerikanische Filme lustig macht. Und richtigen Schrott traue ich Detlev Buck einfach nicht zu. Dann wiederum soll man aber besonders über Männer in Frauenkleidung lachen. Der Film gehört dann eben doch, wie es kino-zeit.de so schön formuliert, zum „Subgenre der deutschen Komödie mit Unterleibsbezug“.

Muss nicht sein:
Let Me In: Das US-Remake von Låt den rätte komma in aka Let the Right One In aka So finster die Nacht. Der mag sogar ziemlich gut sein, aber Fakt ist: Das schwedische Original ist ein brillanter Film und brillante Filme muss man nicht neu drehen, ihr Hollywoodsäcke! Und wenn die Amis schon nicht anders können, dann müssen wir das doch nicht nach Europa reimportieren, weil wir haben den Film doch schon! Nur in besser! Also echt. Da sollte Gernot Hassknecht mal einen Kommentar zu sprechen.

Dolphin Tale (Mein Freund, der Delfin): Ohgottohgottohgott. Ein tierfreundliches Familienrührstück in 3D, in dem ein verletzter Delphin eine künstliche Schwanzflossenprothese bekommt. Vielleicht könnte Herr Hassknecht auch hierzu …?

Sonst noch:
Wader Wecker Vater Land: Auch nach dem Tod von Kreisler, Degenhardt und Hirsch gibt es noch politische Liedermacher. Zwei Urgesteine der Zunft, Konstantin Wecker und Hannes Wader, waren im letzten Jahr gemeinsam auf Tournee und ließen sich von Dokumentarfilmer Rudi Gaul begleiten. Dem Trailer nach zu urteilen, bezieht der Film seinen Reiz vor allem aus den großen Gegensätzen zwischen Wecker und Wader, die, obwohl sie letztlich das gleiche Feld beackern, sehr unterschiedlich sind.

Elle s’appelait Sarah (Sarahs Schlüssel): Französische Romanverfilmung, in der Kristin Scott Thomas als Journalistin das Schicksal jüdischer Kinder recherchiert, die 1942 von französischen Nazi-Kollaborateuren nach Auschwitz deportiert wurden. Birgit Roschy spricht auf Zeit Online von einem „ergreifenden“ und „eindringlichen“ Film und nennt ihn einen „ausgesprochenen Frauenfilm, der viel besser ist als der Roman“.