Media Monday #27

Das Schöne daran, wenn man wieder etwas regelmäßiger bloggt und sich auch mal bequemt, auf Kommentare zu reagieren: es wird auch wieder mehr kommentiert, und über die Kommentare kommt man dann wieder auf andere Blogs, was im besten Fall zu weiteren Blogeinträgen inspiriert und motiviert. Über einen Kommentar neulich stieß ich auf die mir bisher unbekannte Aktion des Movie Monday, welcher letzte Woche von Beat the Fish zum Medienjournal gewandert ist und nun Media Monday heißt. Wulf erstellt jede Woche einen kleinen filmzentrierten Fragebogen, den jeder, der möchte, ausfüllen kann. Und ich möchte auch.

Hier Ausgabe 27 mit meinen Antworten in fett:

1. Der beste Film mit Benicio del Toro ist für mich The Usual Suspects. Wobei das aber nicht seine memorabelste Rolle ist. Die ist für mich definitiv Franky Four Fingers in Snatch.

2. Nora Ephron hat mit Julie & Julia ihre beste Regiearbeit abgelegt, rate ich jetzt einfach mal so herum, weil ich noch keinen ihrer Filme gesehen habe. Und Julie & Julia der einzige ist, der mich grundsätzlich interessiert, vor allem wegen der beiden tollen Hauptdarstellerinnen.

3. Der beste Film mit Jessica Alba ist für mich Sin City. Aber nicht wegen ihr.

4. Es gibt Filme die allein auf die Unterhaltung abzielen und ebenso gibt es Filme, die versuchen, den Zuschauer zum Nachdenken anzuregen oder den Anspruch haben, sich ernsthaft mit einem sozialen oder gesellschaftlichen Thema auseinanderzusetzen. Bevorzugt ihr eine der Gruppen und wenn ja, warum?

Ja, der alte E- und U-Gegensatz. Ich mag ja am liebsten Filme, die mich unterhalten und dabei nicht blöd sind. Auf prätentiöse Hochkunst oder anstrengendes Lektionskino kann ich verzichten, aber die Unterhaltung darf um Gottes willen nicht doof sein. Das mit dem „Hirn an der Kasse abgeben“ ist nämlich Bullshit. Im Kino kann man ja noch nicht mal seine Jacke abgeben.

5. Schon zahlreiche Serien wurden auf der großen Leinwand wiederbelebt, sei es als Remake (3 Engel für Charlie, Starsky & Hutch, A-Team), als würdiger Abschluss einer viel zu früh beerdigten Serie (Serenity für die Serie Firefly) oder auch, um weitere Geschichten um die Protagonisten zu erzählen, während die Serie längst das Zeitliche gesegnet hat (Sex and the City 1 & 2). Zu welcher Serie, ob alt oder neu, würdet ihr euch ein Remake oder einen würdigen Abschluss in Film-Form wünschen?

Wunschlos glücklich. Remakes brauch ich nicht und bei unabgeschlossenen Serien, die ich mochte, fällt mir nur Pushing Daisies ein. Da soll der Abschluss irgendwann als Comic kommen. Nehm ich auch.

6. So genannte Blockbuster sind wie ein Burger. Fett und ungesund, zwischendurch richtig toll, sollte aber nicht Hauptnahrungsmittel sein. Die meisten davon stammen aus ekliger Massenproduktion und sind schlecht. Aber es gibt auch welche, die sind mit Herz und Liebe zubereitet, von Leuten, die das gut können. Und die sind dann richtig lecker.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Breaking Bad, Staffel 3 und der war gar kein Film, sondern eine Serie, gefiel mir aber besser als jeder Spielfilm, den ich 2011 gesehen habe , weil hier so ziemlich alles großartig ist: Drehbücher, Figuren, Schauspieler, visuelle Ideen, Musikeinsatz, Plottwists und überhaupt. Verdammt gutes Entertainment mit Hirn (siehe Frage 4). Jeder sollte das sehen.

 

9 Gedanken zu „Media Monday #27

  1. Wie schön, noch ein Neuzugang in unserer illustren Runde; Willkommen!

    Zu 2: Kann man sich definitiv anschauen und ja, die beiden Hauptdarstellerinnen sind klasse, aber insbesondere Stanley Tucci als Meryl Streeps Ehemann ist ebenso großartig – einfach ein Film der Spaß macht. Gibt aber auch noch eine Rezension zu dem Film bei mir im Archiv, vielleicht hilft die bei der Entscheidung.

    Zu 5: Verdammt, Pushing Daisies ist mir total durchgegangen… Soll denn da immer noch ein Comic kommen? Immerhin haben sie ja die letzte Folge zu einem leidlich würdigen Abschluss zusammengebastelt.

    Zu 6: Verdammt schöne Analogie, kann man nicht anders sagen!

    Und zu 7: Bin auch gerade bei der dritten Staffel Breaking Bad, geriet über die Feiertage ein wenig ins Hintertreffen, wird jetzt aber wieder hervorgezerrt – deiner Einschätzung der Serie kann ich mich demnach nur anschließen!

  2. Zu Pushing Daisies kann ich nur sagen, dass mir die Serie nach 3 Folgen gereicht hat. Die Optik war zwar wunderschön, so eine Mischung aus Burton und Fabelhafte Welt der Amélie, aber es hatte sich schon alles wiederholt – als Comic könnte es aber gut funktionieren.

  3. Julie & Julia ist eine gute Wahl und macht immer Appetit. Du sprichst mir auch aus der Seele, was Hirn und Jacke im Kino angeht. Wohl gesprochen!

  4. Pushing Daisies ist mit der zweiten Staffel relativ abgeschlossen, jedoch existieren noch nicht aufgelöste Handlungsstränge wie jener über Neds und Chucks Vaters. Definitiv eine meiner Lieblingsserien. Der Comic soll leider ein Neuanfang der Serie sein und nicht viel mit den Inhalten der bisherigen Handlung gemeinsam haben. Pushing Daisies wirkte auf mich wie eine Mischung aus Tim Burton ohne Gothic Elementen und Terry Gilliam.

    Es existiert eine Petition für eine dritte Staffel http://www.petitiononline.com/daisies/petition.html

    Dead like me ist ebenfalls eine gute Serie, jedoch ist Fuller relativ bald ausgestiegen und der Kinofilm war miserabel.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *