Trailerschau für Filmstarts vom 5.1.

Auf die DVD warten:
Intouchables (Ziemlich beste Freunde): In Frankreich war die Story vom reichen, gelähmten Weißen und dem jungen, schwarzen Ex-Knacki, die trotz aller Gegensätze zu Freunden werden und sich gegenseitig läutern, ein Riesenerfolg. Der Film hat eigentlich alle Zutaten, die mich normalerweise abschrecken (typisches Feelgood-Kino mit allerlei Klischees und garantiertem Happy-End), aber der Trailer sieht trotzdem mächtig sympathisch aus. Dürfte durchaus Spaß machen.

Poulet aux prunes (Huhn mit Pflaumen): Persepolis war der überaus erfolgreiche autobiographische Comic von Marjane Satrapi, der dann äußerst gelungen von ihr selbst, zusammen mit Vincent Paronnaud, als Zeichentrickfilm verfilmt wurde (meine Besprechung des Comics hier und des Films dort). Nun verfilmt das Duo einen weiteren Satrapi-Comic, diesmal aber als Realfilm. Es geht um Marjanes Onkel im Teheran der 50er Jahre, der, weil sein geliebtes Musikinstrument kaputt ist, beschließt zu sterben. Ein tragikomisches Melodram mit viel bewusster Künstlichkeit (die für manche allzu kitschig wirken könnte).

Vielleicht mal im Fernsehen:
Jonas: Eins von Christian Ulmens Trademarks ist es, in fremde Rollen zu schlüpfen und in dieser Rolle dann das echte Leben, fernab von Film- und TV-Sets, aufzumischen. Nach Mein bester Freund und diversen Webformaten bringt er das Prinzip nun ins Kino, mit einer modernen Variante der Feuerzangenbowle. Ulmen verkleidet sich als Schüler, die übrige Besetzung, also Lehrer und Mitschüler, sind „echt“. Allerdings nur so echt, wie man halt ist, wenn ein Filmteam um einen herumschwirrt. Ich bezweifle ja, dass das über 90 Minuten trägt, aber ich mag und schätze den Ulmen und seine Form der Schauspielkunst. Wird also sicher irgendwann mal geguckt, aber nicht im Kino.

Un cuento chino (Chinese zum Mitnehmen): In etwa das gleiche Prinzip wie oben bei Ziemlich beste Freunde, nur dass hier ein alternder argentinischer Stinkstiefel durch einen jungen Chinesen zum besseren Menschen werden muss. Das gute alte Culture-Clash-Prinzip, hier in einer argentinisch-spanischen Co-Produktion. Wahrscheinlich ganz nett, aber hat man sowas nicht schon dutzende Male gesehen?

Muss nicht sein:
New Kids Nitro: Der erste Teil der niederländischen Deppen-Prollkomödie war bei uns ein Überraschungserfolg, mit dem keiner gerechnet hatte. Beim Sequel gibt es nun mehr Promo und wahrscheinlich auch mehr Leinwände. Und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

Sonst noch:
Der atmende Gott – Reise zum Ursprung des modernen Yoga: Ein deutscher Dokumentarfilmer recherchierte in Indien die Geschichte von Yoga. Da bin ich sowas von nicht die Zielgruppe …