Trailerschau für Filmstarts vom 19.1.

Im Kino sehen:
The Muppets (Die Muppets): Hach. Nach vielen Jahren Abwesenheit endlich ein neuer Muppets-Film. Losgetreten, geschrieben und gehauptrollt von Jason Segel (Sie könnten ihn aus How I Met Your Mother kennen). Die Viral-Video-Kampagne, die für den Film seit Monaten gefahren wird, war großartig und schürte ordentlich Vorfreude (hier nochmal alle Parody Trailers im Überblick). Und wenn der Film da annähernd rankommt, wird’s ein schöner Abend. Auf jeden Fall sind hier einige richtig gute Leute mit an Bord, ein Haufen cooler Gaststars und die musikalische Leitung hatte Bret McKenzie (Flight of the Conchords). Jetzt muss ich nur noch ein Kino finden, dass den im Original zeigt (das Münchner Cinema bringt ihn leider nur nachmittags).

Auf die DVD warten:
Kriegerin: Ein Film über ein Teenagermädchen im Neonazi-Milieu — sowas kann ja ganz leicht fürchterlich schiefgehen, scheint hier aber geglückt zu sein. Moviepilot macht mir hier eine 9.0-Prognose, das will schonmal was heißen. Wer die Graf-Serie Im Angesicht des Verbrechens gesehen hat, kennt auch Hauptdarstellerin Alina Levshin. Ein „atemberaubend souveräner und nuancenreichen Auftritt“ sei das, schreibt Rüdiger Suchsland bei Telepolis, lobt den Film für seine präzise Milieuschilderung, tadelt dann aber die Wendung im letzten Drittel, wenn „ohne Not emotionalisiert und psychologisiert“ wird. Trotzdem bestimmt ein interessanter FIlm.

Vielleicht mal im Fernsehen:
J. Edgar: Leo Di Caprio spielt J. Edgar Hoover, den legendären FBI-Boss. Ich hab’s nicht so mit Biopics, aber es ist ein Clint-Eastwood-Film, was eigentlich für hohe Qualität spricht. Die Zusammenfassung bei Rotten Tomatoes klingt allerdings nicht ermutigend: „Leonardo DiCaprio gives a predictably powerhouse performance, but J. Edgar stumbles in all other departments with cheesy makeup, poor lighting, confusing narrative, and humdrum storytelling.“

Bir Zamanlar Anadolu’da (Once Upon a Time in Anatolia): Filme aus der Türkei, die zu uns kommen, sind in der Regel entweder kreuzdoofe Komödien oder superintellektuelle Autorenfilme. Dieser hier fällt eher in die zweite Kategorie, sieht aber (trotz des sehr wage gehaltenen Trailers) ziemlich zugänglich aus.

Tag und Nacht: Freizügiges österreichisches Drama um zwei Freundinnen, die beschließen, ihr Geld beim Escort-Service zu verdienen. Läuft sicher mal im Spätprogramm bei 3sat.

Muss nicht sein:
Faust: Alexander Sokurow verfilmt Goethe und gewinnt damit den Goldenen Löwen von Venedig. Möglicherweise die ganz hohe Filmkunst? Ich finde da keinen Zugang.

Intruders: Spanischer Horrorfilm mit Clive Owen und Daniel Brühl, der einen in jeder Hinsicht durchschnittlichen Eindruck macht.

Empire Me – Der Staat bin ich!: Macht einen recht wirren Eindruck: Doku über autonome Kleinststaaten wie Christiania oder Sealand.

Mon pire cauchemar (Mein liebster Alptraum): Elegante Dame trifft auf prolligen Arbeiter. Die beiden mögen sich natürlich überhaupt nicht, und wie das dann weitergeht, kann man sich selber ausmalen.

De vrais mensonges (Bezaubernde Lügen): Französische Verwechslungs-RomCom mit Audrey Tautou, die ein bisschen mit dem Cyrano-Motiv spielt. Außer althergebrachten Genre-Standards scheint’s hier nicht viel zu geben.

 

3 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 19.1.

  1. Ich habe J. Edgar in der OV-Sneak gesehen. Ist ein Film, der definitiv höher als „mal im Fernsehen“ eingestuft werden sollte. Spannend und packend!

  2. Wie lautet denn dein Moviepilot-Nick? Vermutlich haben wir einen recht unterschiedlichen Filmgeschmack, aber deine Bewertungen würden mich einfach mal interessieren.

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