Media Monday #31

Diese Woche mit Schwerpunkt Oscarverleihung. Der Fragebogen stammt wie immer vom Medienjournal.

1. Der beste Film mit George Clooney ist für mich O Brother, Where Art Thou? von Joel und Ethan Coen.

2. Woody Allen hat mit Annie Hall aka Der Stadtneurotiker seine beste Regiearbeit abgelegt, weil das eben der definitive Woody-Allen-Film ist. Hier steckt beinahe alles drin, was er in den Jahrzehnten danach (mal mehr, mal weniger originell) immer wieder in anderen Filmen verarbeitet hat. New York als Handlungsort, die Neurosen, die Selbstbespiegelung, der jüdische Humor. Der Film spielt wunderbar mit allerlei stilistischen Mätzchen, und außerdem spielt Marshall McLuhan (als Marshall McLuhan) mit. Wer in seinem Leben nur einen Allen-Film sehen will, soll den Stadtneurotiker gucken.

3. Der beste Film mit Michelle Williams ist für mich Brokeback Mountain von Ang Lee. Wobei ich erstmal nachschlagen musste, denn die Dame ist für mich bislang kein Begriff. Blue Valentine soll ja ziemlich toll sein, den möchte ich demnächst gerne mal sehen.

4. Zehn Werke wurden als beste Filme des Jahres nominiert. Welcher oder welche davon sind eure Favoriten?

Also erstmal: Es sind nur neun. Zweitens: Ganz schön viel Mittelmaß dabei. Drittens: The Artist hat, was Preise angeht, einen derartigen Lauf, dass es eine Riesenüberraschung wäre, wenn er nicht den Oscar gewinnen würde. Außerdem ist es ein Film-Film, und sowas mögen die Academy-ker.

5. Zahlreiche Filme sind mit Nominierungen nahezu überhäuft worden. Welches der nominierten Werke habt ihr euch schon angesehen oder geplant zu begutachten, wenn sie in unsere Kinos kommen?

Schon gesehen: Rango (einer der besten Trickfilme der letzten Jahre!) und Rise of the Planet of the Apes (siehe Frage 7, nominiert für Spezialeffekte). Ansonsten tatsächlich noch gar nix. The Artist, Drive und Tinker, Tailor, Soldier, Spy stehen aber für die nächsten Wochen im Kalender, Hugo reizt mich trotz meiner 3D-Phobie und ansonsten werde ich noch einige auf DVD schauen.

6. Gibt es einen oder mehrere Filme, für die ihr euch mehr (oder auch weniger) Nominierungen erwartet hättet, sprich, inwieweit wurden eure Erwartungen vielleicht enttäuscht?

Ich hätte Joe Wrights Hanna gerne in der Nominierungsliste gesehen. Und wo ist eigentlich Lars von Triers Melancholia? Ansonsten entsprechen die Nominierungen doch ziemlich genau dem, was man von der Academy erwartet, einschließlich der Nominierungen für rührselige Heuler wie The Help oder War Horse.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Rise of the Planet of the Apes und der war eigentlich blöd aber trotzdem ganz gut, weil er es schafft, mit enorm gut getricksten Affen und sehr ordentlicher Action so viel Augenfutter zu bieten, dass man über die vielen Logiklöcher und hanebüchenen Albernheiten des Drehbuchs hinwegsehen kann.

 

5 Gedanken zu „Media Monday #31

  1. Stimmt! Was ist eigentlich mit Melancholia? Der fehlt auch eindeutig auf der Nominierungsliste.

    Michelle Williams ist gerade „im Kommen“ mit ihrer Darstellung der Marylin Monore. Ich schätze mal im nächsten Jahr wird ihr Name schon bekannter sein. Nichtsdestotrotz ist Blue Valentine wirklich sehr sehenswert und ich kann auch die BluRay-Fassung empfehlen.

  2. Rise of the Planet of the Apes ist doch auch mehr ein Comic über das Aufbegehren des „Primateriats“. Auf jeden Fall ein kurzweiliger Ansatz und leider viel besser als die meisten Filme, die ich ansonsten 2011 im Kino gesehen habe. Die Heimversion habe ich aber auch nur gekauft, weil ich sowieso Filme über meine Artgenossen mag.

  3. Mh, stimmt, Melancholia, hab ich auch nicht dran gedacht…

    Und auch hier räume ich natürlich gerne ein mich verzählt zu haben, natürlich sind es nur neun Nominierungen…

    Blue Valentine muss ich im Übrigen auch noch sehen, liegt aber immerhin schon aufm Regal – und sogar in der von Ilsa empfohlenen BluRay-Fassung^^

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