Trailerschau für Filmstarts vom 23.2.

Im Kino sehen:
Young Adult: Jason Reitman verfilmt nach Juno, den ich sehr mochte, zum zweiten Mal ein Drehbuch von Diablo Cody. Hier spielt Charlize Theron, die in allen Kritiken für diese Rolle überschwänglich gelobt wird, eine Jugendbuchautorin, die nicht erwachsen werden will und sich vornimmt, eine Jugendliebe, die inzwischen verheiratet und Vater ist, zurückzuerobern. Der Plot klingt erstmal nach doofer RomCom, doch hier hat man es eher mit einer recht hinterfotzigen Satire zu tun. Hoffe ich zumindest.

Vielleicht mal im Fernsehen:
In the Land of Blood and Honey: Kriegs- und Liebesdrama im Bosnienkrieg, das vor allem wegen seiner Regisseurin und Autorin besonders viel Aufmerksamkeit bekommt: Die heißt Angelina Jolie und hatte nicht nur mit Plagiatsvorwürfen zu kämpfen, sondern nun auch mit recht durchwachsenen Kritiken. Thorsten Funke (critic.de) merkt an, dass die Story nicht kitschig sei, und „man merkt, dass es Jolie ernst ist mit ihrem Thema“, aber „eine das Sujet wirklich durchdringende Geschichte hat [der Film] auch nicht zu erzählen.“

Muss nicht sein:
Safe House: Denzel Washington ist ein Ex-CIA-Mann, der auf die Seite der Bösen gewechselt ist, jetzt aber gegen sie aussagen will. Als Zeuge wird er in Kapstadt beschützt von Ryan Reynolds. Dann wollen ihn die Bösen aus dem „Safe House“ rausholen und es gibt Geballer und Action. So jedenfalls habe ich den Trailer und die Inhaltsangabe verstanden. Sieht eher nach typischer Videothekenware, angereichert mit ein paar Postkartenbildern aus Südafrika, aus.

Ghost Rider: Spirit of Vengeance: Dass ausgerechnet eine der miesesten Marvel-Verfilmungen nach fünf Jahren nochmal ein Sequel bekommt, überrascht etwas. Nicolas Cage spielt also wieder den brennenden Totenkopf, Regie führt diesmal das Duo Neveldine/Taylor, was ja etwas Hoffnung macht. Aber, so schreibt Thomas Groh im Perlentaucher, „der Ballast des Erzählens, der „Plotitis“, dessen sich Neveldine/Taylor mit ihrer wunderbar grotesken Anordnung in Crank fröhlich entledigt hatten, kommt in Ghost Rider 2 dafür nun geballt, plump und schwer zurück, noch dazu in einer der unnötigsten und ineffektivsten 3D-Konvertierungen der jüngeren Zeit.“ Sein Fazit: „in erster Linie öder Murks.“

Glück: Doris Dörrie verfilmt eine Geschichte aus Ferdinand von Schirachs Erzählband Verbrechen. Eine Berliner Lovestory zwischen einem Punk und einer aus Osteuropa geflüchteten Prostituierten, die zum Krimi wird, als man bei ihr eine Leiche findet. Cristina Nord schreibt in der taz, der Film „steckt voller Gemeinplätze, Klischees und auf billige Weise geschürte Emotionen. Wann immer eine Ambivalenz auftauchen könnte, die sich jenseits von Gut und Böse bewegt, zwingt er seinen Figuren eine bescheuerte Kindlichkeit auf.“

¡Vivan las Antipodas!: Doku, die ein paar Orte auf dem Planeten herauspickt und dann den jeweiligen Gegenpol dazu, also den Ort, der genau gegenüber auf der anderen Seite des Erdballs liegt. Klingt mehr nach Spielerei als nach interessantem Film.

Sonst noch:
Sergej in der Urne: Ein Urenkel von Sergej Tschachotin dreht einen Dokumentarfilm über seinen Urgroßvater und über dessen Familie, die es bis heute nicht geschafft hat, seine Urne beizusetzen.

Kleiner starker Panda: Zeichentrick aus Deutschland für die Kleinsten, mit dem Look eines klassisch gezeichneten Animationsfilms, aber auf der Leinwand in 3D zu sehen. Regisseur Greg Manwaring ist ein inzwischen in München lebender Animationskünstler, der lange für Disney und andere Firmen an namhaften Projekten wie The Lion King mitgewirkt hat.

 

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