Media Monday #36

Und wieder eine Runde im wöchentlichen Stöckchen (meine Antworten in Fett):

1. Der beste Film mit Ethan Hawke ist für mich Before Sunrise von Richard Linklater. Für mich immer noch eine der besten Filmromanzen. Außerdem: Wien!

2. Kevin Smith hat mit Clerks seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er hier genau jene Markenzeichen etabliert hat, die er seither immer wieder versucht hat neu aufzulegen. Derber Jungherrenhumor, Nerdismus bis zum Anschlag, aber in seinem billigen, in Schwarzweiß gedrehten Erstling auch mit einer Direktheit und Glaubwürdigkeit, die er nie wieder erreicht hat. Gehörte für mich zusammen mit Pulp Fiction Mitte der Neunziger zu den großen Erweckungserlebnissen, die mir gezeigt haben, dass es neben dem großen Hollywoodmainstream noch ein ganz anderes amerikanisches Kino gibt.

3. Der beste Film mit Marisa Tomei ist für mich The Wrestler von Darren Aronofsky. Dessen Qualitäten wurden ja fast immer nur an Mickey Rourke festgemacht. Dabei spielt Frau Tomei mindestens genau so gut.

4. Den epischsten Weltuntergang gab es meiner Meinung nach in 2012 von Roland Emmerich. Diese freche Behauptung beruht allerdings einzig auf Ansicht des Trailers, denn als 2012 ins Kino kam, hatte ich meinen Nie-wieder-Emmerich-Schwur bereits geleistet.

5. Wenn ich lese, dass es einen neuen Film mit Kevin James gibt, dann ist mir eigentlich schon im Vorfeld klar, dass das eine völlig egale, uninspirierte Wegwerfkomödie wird, die kein Mensch braucht. Die dann aber trotzdem erstaunliche Zuschauerzahlen erreicht.

6. Schaut ihr euch so eure liebsten Filme an, woran würdet ihr festmachen, dass ein Film euch nachhaltig und mehrmalig begeistert?

Das kann man unmöglich so einfach beantworten, außer mit einem klaren „Kommt drauf an“. Die Mischung muss stimmen. Story, Besetzung, Musik, Regie. Guter Humor hilft.

7. Mein zuletzt gesehener Film war John Carter und der war ein sehr unterhaltsames, wirklich sehenswertes Popcorn-Epos, das zwar eine recht ausgelutschte Geschichte erzählt, aber in Sachen Schauwerte eines der ganz großen Highlights des Jahres 2012 sein dürfte.

 

4 Gedanken zu „Media Monday #36

  1. Antwort 1 und 2 kann ich so unterschreiben und habe ich auch genauso gegeben. Bei „2012“ hast du übrigens wirklich nichts verpasst…

  2. Hm, ja. Mal wieder Clerks. Der ist nun wirklich vorgemerkt, ebenso wie Dogma und was nicht sonst noch alles mit dem Mann in Verbindung gebracht wird.
    Deine Antwort zu Frau Tomei kann ich so nur unterstreichen, die wurde bei den Oscars leider wie viele andere nicht gewürdigt.

  3. @Dos Corazones: Na da hat sich dieser Media Monday ja richtig für dich gelohnt, wo du ja vorher so an Kevin Smith vorbeigelebt hast ;-)

    @Abspannsitzenbleiber: Wenn bullion 1 und 2 unterschreibt, dann unterschreibe ich hier für die Nummer 3; sehe ich genauso und war auch meine Wahl.

    Und dass John Carter doch so gut sein soll, hätte ich gestern noch nicht geglaubt, aber nachdem ich mich heute schlau gemacht habe, kann ich es mir schon vorstellen. Naja und die Geschichte (also das Buch) ist ja schon quasi neunzig Jahre alt; also per se „alt“.

  4. Auch hier Liebe für „John Carter“, das freut mich. Ein wirklich sehenswerter Fantasy-Streifen.

    Und die Antwort auf 5 könnte ich genauso unterschreiben.

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