Trailerschau für Filmstarts vom 1.3.

Auf die DVD warten:
The Iron Lady (Die Eiserne Lady): Meryl Streep (die mit ihrem dritten Oscar und der souveränen Dankesrede endgültig auf dem Status der größten aktiven Schauspiel-Lady der Gegenwart angekommen sein dürfte) spielt Margaret Thatcher. Das allein dürfte schon ziemlich sehenswert sein, und dass in Großbritannien alle politischen Lager mit dem Film unzufrieden waren, würde ich ebenfalls als Pluspunkt sehen. Wenn ich dann aber Totalverrisse wie den von Ronald Blum im Fritz-Filmpodcast höre („dumm wie Brot“, „banal“, „lachhaft und lächerlich“), habe ich wieder weniger Lust auf den Film.

Shame: Und auch hier scheint vor allem die Schauspielleistung den Film sehenswert zu machen: Michael Fassbender als gefühlskalter Sexsüchtiger, der immer unglücklicher wird, und Carey Mulligan als seine Schwester, der es auch nicht sehr viel besser geht. Klingt nicht direkt nach einem netten Abend, aber nach einer feinen Charakterstudie.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Trans Bavaria: Möglicherweise nur für Südländer interessant (läuft auch fast nur in Bayern): Ein Roadmovie über ein Jungstrio aus der niederbayerischen Provinz, das nach dem Abi seine Revoluzzerträume mit einer Autofahrt nach Moskau auslebt. War wohl ein Publikumsliebling bei den Hofer Filmtagen und macht einen sehr sympathischen Eindruck.

König des Comics – Ralf König: Rosa von Praunheim, schwule Filmikone, porträtiert Ralf König, schwule Comicikone. Dabei wird das Schwulsein wohl weitaus stärker betont als es nötig wäre, und auch als es König selbst gerne gehabt hätte.

Muss nicht sein:
This Means War (Das gibt Ärger): Action-RomCom von McG (Charlie’s Angels), in der sich zwei coole Agenten um eine Frau streiten. Recht hübsch besetzt mit Tom Hardy und dem neuen Captain Kirk Chris Pine. Die Lady spielt Reese Witherspoon, was schonmal insofern cool ist, da sie (wenigstens ein bisschen) älter ist als die beiden Herren. Allerdings handelt es sich laut Rotten Tomatoes um ein „career lowlight for all three of its likable stars“.

Journey 2: The Mysterious Island (Die Reise zur geheimnisvollen Insel): Beim oberflächlichen Draufschauen dachte ich zunächst, das sei die Fortsetzung von Race to Witch Mountain (Die Jagd zum magischen Berg). Stimmt aber gar nicht, das hier ist ein Sequel zur modernen Jules-Verne-Variation Journey to the Center of the Earth, diesmal ohne Brandon Fraser. Als Action-Abenteuer für Kids vielleicht sogar ganz okay (mit 13 fand ich auch Crocodile Dundee 2 super!).

The Devil Inside (Devil Inside): Der x-te Exorzismus-Horror, hier ein bisschen aufgepeppt mit allem, was in den letzten Jahren im Genre als modern galt, und anscheinend mit einem beschissenen Ende. 7% auf dem Tomatometer.

Sonst noch:
Adopted: Film zu einem Kunstprojekt von Gudrun F. Widlok, bei dem sich einsame Europäer an Patenfamilien aus Afrika vermitteln lassen können, das Konzept der Patenschaften für Dritte-Welt-Kinder wird hier also umgekehrt.

John Irving und wie er die Welt sieht: Pünktlich zum 70. Geburtstag, ein Porträt des Bestsellerautors.

 

Ein Gedanke zu „Trailerschau für Filmstarts vom 1.3.

  1. SHAME solltest du dir vielleicht doch im Kino anschauen. Der Film ist großartig; starke Bilder, feine Musik und ein Michael Fasssbender, der über jeden Zweifel erhaben ist. Kommt gut auf großer Leinwand, eine echte Empfehlung (und ja klar, allein vom Thema her schon nix für den Abend zu zweit im Kuschelsitz – aber trotzdem hoch sehenswert).

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