Trailerschau für Filmstarts vom 8.3.

Im Kino sehen:
Haywire: Steven Soderbergh dreht seinen ersten Actionfilm, engagiert dafür jede Menge Schauspieler von der A-Liste (Fassbender, McGregor, Banderas, Douglas), besetzt die Hauptrolle einer supertoughen Spezialagentin aber mit Gina Carano, einer Ex-Profisportlerin und mehrfachen Meisterin im „mixed martial arts“. Sieht nach einem sehr gelungenen Mix aus B-Movie und Autorenfilm aus.

John Carter (John Carter – Zwischen zwei Welten): Superteures Trash-Kino aus dem Hause Disney, basierend auf den hundert Jahre alten Groschenromanen von Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs, gedreht von Pixar-Regisseur Andre Stanton (Wall-E, Finding Nemo). Konnte ich schon vorab sehen und war recht angetan. Klar, die Story ist ziemlich Banane, hat ein paar Längen, und ich hätte mir einen charismatischeren Hauptdarsteller als Taylor Kitsch gewünscht, aber der Film bietet reichlich Augenfutter, tolle Szenerien, gut designte außerirdische Kreaturen und macht Spaß. Ich glaube, wer Star Wars mag, und wer tut das nicht, sollte hier einen Blick riskieren. (Ein bisschen was zu John Carter als Comicheld habe ich hier aufgeschrieben.)

Vielleicht mal im Fernsehen:
Barbara: Der neue Film von Kritiker-Liebling Christian Petzold, wie fast immer mit Nina Hoss in der Hauptrolle. Sie spielt eine Ärztin in der DDR im Jahr 1980, die einen Ausreiseantrag gestellt hat und deshalb von Berlin in die Provinz versetzt hat. Ich bin kein so großer Fan dieser Art Film, dass ich dafür sofort ins Kino renne, aber sehenswert ist das mit Sicherheit. Auch wegen Ronald Zehrfeld, der mir seit Im Angesicht des Verbrechens immer wieder ins Auge springt und den ich wirklich toll finde.

Versicherungsvertreter: Doku über Mehmet Göker, der mit einer Firma, die Krankenversicherungen vertickt, superschnell superreich geworden ist, wobei er den ganz großen Max gab und sich gerne als Guru inszenierte. Ein sehr schmieriger, ekliger Typ also. Inzwischen ist die Firma spektakulär abgestürzt und insolvent (sehr interessanter Spiegel-Artikel hier), und nach Sichtung des Trailers muss man bezeifeln, ob Göker wirklich so geläutert ist, wie er tut.

Muss nicht sein:
Schilf – Alles, was denkbar ist, existiert: Eine Art Krimi, basierend auf einem Roman von Juli Zeh, der anscheinend im Feuilleton fast nur verrissen wurde. Es geht um Kindesentführung, Quantenmechanik und Paralleluniversen – im Trailer sieht das gar nicht so uninteressant aus, aber die Filmrezensionen fallen auch nicht viel freundlicher aus als die des Romans.

Die vierte Macht: Deutscher Politthriller mit Moritz Bleibtreu, der in Moskau spielt, aufwändig und auf Englisch gedreht und mit viel Action garniert. Im Trailer begegnen einem gleich mal so ziemlich alle Klischees, die man so vom heutigen Russland kennt, und auch sonst scheint das alles recht oberflächlich und bestenfalls mittelmäßig geworden zu sein.

Sonst noch:
Cairo 678 (Kairo 678): Sozialkritisches ägyptisches Drama um sexuelle Belästigung von Frauen.