Trailerschau für Filmstarts vom 15.3.

Hilfe, 15 Filmstarts auf einmal. Na gut, bringen wir’s hinter uns:

Auf die DVD warten:
The Best Exotic Marigold Hotel (Best Exotic Marigold Hotel): Die Geschichte einer Seniorenresidenz für englische Pensionäre in Indien klingt nach einer allzu betulichen Culture-Clash- und Völkerverständigungs-Komödie, aber die Besetzung ist derart exquisit, dass man sich das wahrscheinlich nicht entgehen lassen kann: Maggie Smith, Judi Dench, Bill Nighy und Tom Wilkinson, dazu Dev Patel aus Slumdog Millionaire.

Hodejegerne (Headhunters): Norwegischer Thriller der härteren Gangart nach dem Bestseller von Jo Nesbø, dessen Bücher derzeit stapelweise in den Buchkaufhäusern liegen. Und was Damian über den Hauptdarsteller sagt, stimmt: „Steve Buscemi und Christopher Walken hatten Sex und zeugten Aksel Hennie.“ Thomas Vorwerk bringt auch noch Peter Lorre und Bernhard Hoëcker ins Spiel. Und dann macht er noch einen Coen-Vergleich und hat mich damit schon so gut wie gewonnen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Türkisch für Anfänger: Eine der originellsten und besten Teenie-Vorabend-Serien, die das deutsche Fernsehen je hervorgebracht hat (neben Berlin, Berlin wahrscheinlich die einzige überhaupt, die was taugt) gibt’s jetzt als Kinofilm und man reist in den Süden. Wenn das all die Popcorneimer-tragenden Kids gucken, die immer so unvorbereitet vor den Multiplex-Programm-Bildschirmen herumhängen, soll’s mir recht sein.

One Life (Unser Leben): Prächtige Naturbilder aus dem Hause BBC. Sicher sehr schön anzusehen, aber voraussichtlich leider auch wieder mit unnötiger Vermenschlichung, pathetischem Soundtrack und allzu viel Moralkeule vom Off-Sprecher.

Keeper’n til Liverpool (The Liverpool Goalie – oder: wie man die Schulzeit überlebt): Jo ist 13, kann nicht gut Fußball spielen und hat auch sonst eine Menge Probleme. Jugendfilm aus Norwegen, der typisch skandinavisch und höchst charmant daherkommt.

Viva Riva: Und auch das sieht ziemlich interessant aus: Ein Gangsterfilm aus dem Kongo, der eher unterhaltsames Genrekino als ein Dritte-Welt-Problemfilm sein möchte. Die Sneak-Gänger, die auf moviepilot kommentieren, waren allerdings überhaupt nicht begeistert.

Kaddisch für einen Freund: Ein junger Libanese und ein alter jüdischer Russe in Kreuzberg schließen eine unwahrscheinliche Freundschaft. „Der beachtliche Debütfilm vertraut auf die Konventionen einer naturalistischen Inszenierung, geizt aber auch nicht mit komischen Momenten“, schreibt der film-dienst.

Muss nicht sein:
Contraband: Mark Wahlberg als ausgestiegener Ex-Schmuggler, der wegen Familienangelegenheiten noch einmal einen letzten Deal durchziehen muss. Actionthriller-Durchschnittskost, I suppose.

Sonst noch:
A Torinói ló (Das Turiner Pferd): Filmkunst. Schwarz-Weiß. Pferde. Kryptik. Ungarn. Tod.

Abschied von den Fröschen: Der Name Ulrich Schamoni, muss ich gestehen, sagt mir nichts – er war ein wichtiger Vertreter des Neuen Deutschen Films. Seine letzten Lebensjahre hat er nach einer Krebsdiagnose mit der Kamera festgehalten, seine Tochter hat aus diesem Material nun einen Film geschnitten.

Les neiges du Kilimandjaro (Der Schnee am Kilimandscharo): Sozial-Dramödie aus Frankreich vom bekennenden Linken Robert Guédiguian. Es geht um einen nicht mehr ganz jungen Arbeiter, der seinen Job verliert und dann auch noch Opfer eines Raubüberfalls wird.

Goodnight Nobody: Schweizer Dokumentarfilm über vier Menschen von vier Kontinenten, die an dauernder Schlaflosigkeit leiden.