Trailerschau für Filmstarts vom 22.3.

Solange es nicht schon wieder Donnerstag ist, ist es noch nicht zu spät für die Kinostarts vom letzten Wochenende:

Im Kino sehen:
The Hunger Games (Die Tribute von Panem – The Hunger Games): Der erste richtig große Hype des Kinojahres [und, wie man inzwischen weiß, mit höchst erfolgreichem Start], basierend auf einer erfolgreichen Romanreihe für Jugendliche und deshalb ein wenig zu oft mit Harry Potter und Twilight verglichen. Hier wird aber nicht gezaubert und geglitzert, sondern ein sehr dystopisches Zukunftsszenario erntworfen, in dem sich Jugendliche in einer Art Fernseh-Survivalshow gegenseitig ausmerzen müssen. Ich hab schon mit den Büchern geliebäugelt, weil ich viel Gutes davon hörte, und auch der Film sieht – trotz der hässlichen Plakate – vielversprechend aus. Nicht zuletzt wegen Jennifer Lawrence (aus Winter’s Bone). Wenn dieser Film (und die sicher fälligen Sequels) sie zum Topstar machen, ist das Universum nicht ganz ungerecht.

Was weg is, is weg: Schwarze bayerische Komödie um einen appen Arm, die an einem einzigen Tag im Jahr 1986 spielt. Dürfte alle ansprechen, die Wer früher stirbt, ist länger tot mochten, der Humor dürfte hier aber noch einen Tick makabrer sein. Ich liebe die allerletzte Szene im Trailer, die mich immer wieder sehr laut lachen lässt. Läuft nicht in Hamburg, Berlin oder Köln, dafür in Plattling, Waldkraiburg und Wolfratshausen. Macht wohl auch Sinn, weil hier wird durchweg Bairisch gesprochen.

Auf die DVD warten:
Take Shelter (Take Shelter – Ein Sturm zieht auf): Paranoia-Thriller über einen Familienvater, der ein apokalyptisches Unwetter kommen sieht und darüber durchzudrehen droht (oder ist er es schon?). Lohnt sich wohl vor allem wegen Hauptdarsteller Michael Shannon und kommt definitiv auf die „Muss ich mal sehen“-Liste.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Der Preis: Eine DDR-Jugend, in Rückblenden erzählt. Nur wenige Kopien, nur wenige Kritiken. Sieht jedenfalls nicht ganz uninteressant aus, wenn auch ein wenig spröde.

Muss nicht sein:
Ruhm: Verfilmung des Bestsellers von Daniel Kehlmann, in der er auch selber eine ironische Gastrolle als Literaturkritiker spielen darf. Der Film sieht mir allzu sehr nach jenem typischen deutschen Starkino mit Anspruch (aber nur nicht zuviel!) aus. Aber Kehlmann finde ich sympathisch, seit ich ihn mal im Fernsehen gesehen habe. Sollte mal eins seiner Bücher lesen.

Et maintenant, on va où? (Et maintenant, on va où?): Komödie aus dem Libanon, in dem auf spielerische Weise nicht nur der Nahost- sondern auch der Geschlechterkonflikt gelöst wird. Als böse Satire wäre das bestimmt toll, aber hier handelt es sich dann doch eher um ein allzu naives Wohlfühl-Filmchen.

Gone: Durchschnitts-Thrillerkost mit Amanda Seyfried als Schwester eines vermissten Mädchens, die überzeugt davon ist, dass sie entführt wurde. Und weil die Polizei untätig bleibt, muss sie selbst auf die Suche gehen. Kann man wohl getrost drauf verzichten.

Sonst noch:
Das Haus der Krokodile: Kinoremake einer alten TV-Serie aus den Siebzigern, die wiederum auf einem Roman basiert. In der Serie spielte der damalige Kinderstar Thommy Ohrner die Hauptrolle, im Film hat er eine Gastrolle bekommen. Ich meine mich ganz dunkel zu entsinnen, als Kind einen Teil davon gesehen zu haben, aber das sind sehr verwaschene Erinnerungsfetzen. Der neue Film scheint jedenfalls recht gut gemachtes, dezent gruseliges Spannungskino für etwas ältere Kinder zu sein.

 

3 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 22.3.

  1. Was weg is, is weg ist zwar recht charmant, aber da würde ich Take Shelter klar den Kino-Vorzug geben – viel weniger ein DVD-Film als die eher harmlose Komödie.

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