Trailerschau für Filmstarts vom 12.4.

Auf die DVD warten:
The Grey (The Grey – Unter Wölfen): Schon erstaunlich, wie Liam Neeson sich auf seine alten Tage noch zum Action-Star gemausert hat. Hier führt er eine Gruppe von Überlebenden eines Flugzeugabsturzes an, die in winterlicher Wildnis gelandet sind und es mit Wölfen zu tun bekommen. Sieht nach einem geradlinigen, schnörkellosen Survival-Thriller aus – bei Rotten Tomatoes kommt er immerhin auf 78%.

Martha Marcy May Marlene: US-Drama um eine junge Sektenaussteigerin, die sich in einer schweren Identitätskrise befindet. Hauptdarstellerin Elizabeth Olsen, dritte Schwester der Olsen Twins, hat hierfür eine ganze Stange von Preisen bekommen und auch der Film wird fast einhellig sehr gelobt. Dürfte sehenswert sein.

Juan de los Muertos (Juan of the Dead): Zombie-Komödie aus Kuba (!), die auch bei den Fantasy Filmfest Nights lief und dort, soweit ich das mitbekommen habe, nicht für allzu große Begeisterung sorgte. Für Genrefreunde trotzdem sicher einen Blick wert. Ich habe hier einen Screener liegen, den ich mir heute noch zu Gemüte führen werde. Review folgt in den nächsten Tagen.

Vielleicht mal im Fernsehen:
Work Hard – Play Hard: Dokumentarfilm über die moderne Arbeitswelt, der stilistisch an Filme wie We Feed the World erinnert. Ohne Off-Kommentar, mit starken Bildern und einem eingebauten Gruseleffekt. Macht bestimmt nicht viel Spaß, sieht aber hochinteressant aus.

Monsieur Lazhar: Frankokanadischer Film um einen aus Algerien stammenden Lehrer, der im mittleren Alter an eine Schule in Montréal wechselt, wobei er eine Lehrerin ersetzt, die sich das Leben genommen hat. Sieht für meinen Geschmack ein wenig zu sehr nach gefühligem Emotionskino aus, bekommt aber sehr viel Lob und ist wahrscheinlich doch recht sehenswert.

Einer wie Bruno: Ich habe völlig unvorbereitet auf den Trailer geklickt und bin zunächst richtig erschrocken. Christian Ulmen spielt einen geistig Behinderten – da ich Ulmen mit Komödien assoziiere, fürchtete ich also eine unangenehme Witzfigur. So ist es zum Glück nicht, Ulmens Figur ist der behinderte Vater einer gesunden, pubertierenden Tochter, was für allerlei Konflikte sorgt. Also eher Coming-of-Age mit komischen Elementen. Ob Ulmen dafür der richtige ist?

La délicatesse (Nathalie küsst): Romanze mit Audrey Tatou, die sich (nachdem ihr Traummann verstorben ist) in einen nicht so perfekten Mann (Francois Damiens, eine Art französischer Paul Giamatti) verliebt. Originell sieht das nicht aus, aber ganz angenehm und charmant.

Muss nicht sein:
La Nouvelle guerre des boutons (Krieg der Knöpfe): Eine von gleich zwei Neuverfilmungen des Kinderbuchklassikers, die unlängst in Frankreich produziert worden sind. Während die Buchvorlage noch vor dem Ersten Weltkrieg entstand und der bekannte Film von Yves Robert in den 1960er Jahren spielt, verlegt dieser Film die Handlung in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. So richtig überzeugend ist das wohl nicht geworden, die Kritiken sind recht durchwachsen.

Battleship : Die offizielle Kinoadaption von „Schiffe versenken“. Kein Scheiß, „Battleship“ nennen die Amis den Bleistift-und-Karopapier-Klassiker. Und das hat man nun eben verfilmt. Mit Aliens, die Schiffe attackieren. Wenn man bedenkt, dass es höchst erfolgreiche Blockbuster gibt, die auf Achterbahnen oder Spielzeugfiguren basieren, ist das weniger absurd, als es zunächst klingt. Auch hier ist übrigens Liam Neeson dabei, neben Taylor „John Carter“ Kitsch und Popstar Rihanna. Es gibt massig Explosionen und Action, gesponsert von der US Army. Ein richtig schön ekliges Gesamtpaket also.

Sonst noch:
Knerten gifter seg (Knerten traut sich): Fortsetzung des norwegischen Kinderfilms um einen Jungen, der mit einem Ast befreundet ist.

 

2 Gedanken zu „Trailerschau für Filmstarts vom 12.4.

  1. Battleship
    unbedingt schauen!
    Es ist tatsächlich kaum zu glauben wie unglaublich schlecht ein Film sein kann.
    Wer ein Offizier und Gentlemen schlecht fand (weil patriotisch) sowie Independence Day (weil patriotisch) stellt mit Battleship fest, dass dies noch unendlich steigerbar ist.

    Und ja „Schiffe versenken“ das Spiel kommt im Film vor.

    Frank
    Ich sage nur E22

  2. „Juan of the dead“ hätte mir bei den FFF-Nights vielleicht ein bisschen besser gefallen, wenn er nicht an fünfter Stelle in einem sowieso durchwachsenen Programm gelaufen wäre. Die episodische Erzählweise hätte dann vielleicht nicht schon nach der ersten Hälfte zu Ermüdungserscheinungen geführt. Aber der politische Spin der typischen Zombie-Geschichte, die sympathisch billigen Production Values und die charismatischen Hauptdarsteller haben trotz meiner abnehmenden Konzentration für einen positiven Gesamteindruck gesorgt.

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