Media Monday #42

Ach so, neulich war ja Montag! Erhobenen Hauptes hinke ich hinterher.

1. Der beste Film mit Stanley Tucci ist für mich Big Night von Campbell Scott und eben jenem Stanley Tucci. Wunderbarer Film über Kochen und Essen, den man auf keinen Fall mit leerem Magen sehen sollte. Zudem einer der wenigen Filme, in denen Tucci, der ja vor allem in Nebenrollen zu sehen ist, als Hauptdarsteller agiert.

2. Roland Emmerich hat mit Joey seine beste Regiearbeit abgelegt, weil der mir als Kind richtig Angst eingejagt hat. Angst machen mir Emmerich-Filme seitdem zwar immer noch, aber aus anderen Gründen.

3. Der beste Film mit Audrey Tautou ist für mich Le fabuleux destin d’Amélie Poulain von Jean-Pierre Jeunet. Ist ja heute extrem uncool, Amélie gut zu finden, aber bei mir hat der damals genau die richtigen Knöpfe gedrückt und ich fand ihn ganz wunderbar. Habe ihn seitdem aber auch nie mehr gesehen (vielleicht sollte man’s dabei auch belassen?).

4. Wie findet ihr es, wenn bekannte Filmschauspieler plötzlich im Serienfach auftauchen und vor allem, wertet das diese Serien eurer Meinung nach auf oder hat das keinen Einfluss?

Insgesamt hat es den Seriensektor durchaus aufgewertet, dass seit einigen Jahren bekannte Filmgesichter zum Fernsehen wechseln und nicht nur umgekehrt. Dass die das tun, liegt natürlich auch an höherer Qualität und gesteigertem Renommée der TV-Serien. Die klassische Henne-Ei-Frage. Und natürlich sorgen gewisse bekannte Namen (wie Buscemi, Hoffman oder Deschanel) für erhöhte Aufmerksamkeit seitens Presse und Publikum. Auf die Qualität der Serie dürfte dieser Einfluss jedoch nicht so wahnsinnig hoch sein.

5. Filme, bei denen in den letzten fünf bis zehn Minuten vor Schluss alles über den Haufen geworfen wird, was man zuvor gesehen hat finde ich weder grundsätzlich super noch grundsätzlich scheiße. Wenn der Twist dem Rest des Films nicht völlig wiederspricht und für einen echten Wow-Effekt sorgt (Paradebeispiel: The Sixth Sense), finde ich das toll. Wenn es nur Selbstzweck ist (Paradebeispiel: viele andere Shyamalan-Filme), kann es schnell nerven und einem im Extremfall den kompletten Film versauen.

6. Im Grunde ist __________ eine/r meiner liebsten Schauspieler/innen, aber __________ mit ihm/ihr war wirklich enttäuschend, denn __________.

Hmm. Da fällt mir nichts ein. Ich gucke Filme in erster Linie wegen der Geschichte, oft auch wegen des Regisseurs. Wenn dann einer meiner liebsten Darsteller mitspielt, sorgt das zwar für Pluspunkte in der Guck-Entscheidung, aber ich schaue keinen Film nur wegen Schauspieler X. Schon allein deshalb, weil auch die besten zwischendurch immer wieder Nieten ziehen oder bei irgendeinem Käse mittun, weil sie mit dem Produzenten Golf spielen oder grade ein neues Auto brauchen.

7. Mein zuletzt gesehener Film war Dai Nipponjin (Der große Japaner) von Hitoshi Matsumoto und der war wunderbar strange, schön bekloppt und unterhaltsam schräg, weil er das Superheldenthema und die japanische Monster-Popkultur aus einem ganz eigenen Blickwinkel betrachtet. Bonuspunkte für das bizarre Ende.

 

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